Ministerium für Arbeit und Soziales - Pressemitteilung Nr.: 004/2013

Magdeburg, den 18. Januar 2013

Vitalste Kitas 2012 kommen aus Burg, Kalbe, Schönebeck, Magdeburg und Halle / Minister Bischoff: Miteinander von Jung und Alt bringt Freude

Die Sieger im Mitmachwettbewerb „Kita vital 2012“ sind gekürt. Sozialminister Norbert Bischoff übergab am Freitag die Siegprämien von jeweils 1.000 Euro an Kindertageseinrichtungen aus Burg (Jerichower Land), Kalbe / Ortsteil Brunau (Altmarkkreis Salzwedel), Schönebeck (Salzlandkreis) sowie aus Magdeburg und Halle. Die Einrichtungen dürfen sich nunmehr „vitalste Kita 2012“ nennen. Sie hatten unter dem Wettbewerbsmotto „Jung und Alt – gemeinsam stark“ die pfiffigsten Projekte zum generationsübergreifenden Miteinander vorgestellt. Insgesamt gab es Bewerbungen von mehr als 80 Kindertageseinrichtungen.

Sozialminister Norbert Bischoff, der die Sieger-Kitas zu einem Besuch in den Zoologischen Garten Magdeburg eingeladen hatte, betonte: „Der Kita-Alltag in Sachsen-Anhalt ist bunt wie das Leben. Er ist geprägt vom Miteinander von Klein und Groß, von Jung und Alt. Der Mitmachwettbewerb „Kita vital“ hat dafür den beeindruckenden Beweis erbracht. Gemeinsame Sportspiele, Bastelnachmittage oder das gemeinsame Backen und Kochen - überall dort, wo Jung und Alt etwas gemeinsam tun, haben alle ihre Freude. Das bestärkt, motiviert und lässt gegenseitiges Verständnis sowie Respekt untereinander und Wertschätzung füreinander wachsen.“

Zum Weltkindertag 2007 das erste Mal ausgerufen, feiert „Kita vital“, haben sich insgesamt an den bislang sechs Wettbewerbsrunden mehr als 450 Kindertagesstätten mit weit mehr 12.000 Mädchen und Jungen beteiligt. Der Wettbewerb wird mit jährlichen wechselnden Themen durchgeführt. Der Startschuss für die 2013er Auflage fällt voraussichtlich zum Internationalen Kindertag am 1. Juni. Das Thema ist noch streng geheim.

Die fünf Sieger-Einrichtungen:

Kinderhort Burg, Träger: Jugendwerk Rolandmühle gGmbH

(Kalenderblatt Januar)

„Gemeinsam stark“ lautet das Motto bei uns in Burg. Unser KINDERhORT ist gemeinsam mit anderen Projekten  im Soziokulturellen Zentrum im Mehrgenerationenhaus zu Hause. Dort trifft sich regelmäßig eine Frauengruppe namens Tea-Treff, mit der wir Hortkinder so manchen gemeinsamen Nachmittag mit Spielen, Basteln oder Singen verbringen. Spannend ist es, wenn uns die Frauen aus Ihrer Kindheit und Jugend erzählen, alte Spiele mitbringen oder zeigen, wie sie früher in der Schule mit Griffel, Schiefertafel und später mit Rechenschieber und Taschenrechner gelernt haben. Da vergessen viele von uns, dass sie eigentlich lebhaft sind und nur schwer für längere Zeit konzentriert zuhören können.


Kita „Waldspatzen“, Kalbe Ortsteil Brunau, Träger: Stadt Kalbe (Milde)

(Kalenderblatt April)

Wenn ihr viele fleißige Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter sehen wollt, dann kommt doch zu  uns in die Kita „Waldspatzen“. Wir haben unsere eigene Kinderbaustelle. Wir planen, berechnen und fertigen alles selbst – mit klitzekleiner Hilfestellung von den Großen. Neben Eltern und Großeltern gibt es auch Tipps und Anregungen von so genannten Bürgerarbeitern und vom Betriebshof der Stadt. So haben wir schon unser eigenes Spielehaus gebaut, richtig mit echten Ytong-Steinen. Die haben wir allein zugesägt, aufgestapelt und zum Schluss auch bemalt. Das Baumaterial besorgen wir ganz allein, die Sparkasse konnten wir überreden, dass sie uns Bauhelme und Handschuhe bezahlt. Sogar ein Baustellenschild fehlt nicht.

 

Kita „Kinderlachen“, Magdeburg, Träger: Kinderbildungswerk Magdeburg e.V.

(Kalenderblatt Mai)

Bei uns wird viel gespielt, gesungen und gelacht. Das ist nichts Besonderes? Stimmt. Aber wir machen das alles nicht allein, sondern mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenheims „Senioreninsel“. Wenn wir gemeinsam Lieder singen, können wir gar kein Ende finden. Der Sozialminister Norbert Bischoff hat sich davon überzeugt. E hat prompt zur Gitarre gegriffen und mitgesungen. Übrigens: Wir können nicht genau sagen, ob wir Kinder oder doch die Erwachsenen die besseren Verlierer sind - etwa beim Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel. Eigentlich gibt es bei uns gar keine Verlierer. Wir lachen so viel, dass wir oft nicht merken, wer Erster, Zweiter oder Dritter geworden ist. Und es ist doch auch egal.

 

Kita „Sonnenblume“, Schönebeck (Salzlandkreis), Träger: Lebenshilfe Bördeland gGmbH

(Kalenderblatt August)

Hier melden sich die „Rock’n’rollmäuse“. Vor sieben Jahren gegründet, mischt unsere Tanzgruppe seitdem im kulturellen Leben der Stadt Schönebeck kräftig mit. Ihr werdet es kaum glauben, aber bei uns tanzen behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam. Mit den Stadtwerken, dem deutschen Roten Kreuz und der Städtischen Wohnungswirtschaft gibt es enge Kooperationsbeziehungen. Oft sind wir im Alten- und Pflegeheim „Magdalenenhof“ zu Gast, wo wir gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern tanzen. Ganz besonderes Engagement zeigt Helga Salzwedel, eine ältere Dame, die vor Jahren einmal ihren Enkel in unserer Kita hatte und seitdem sämtliche Kostüme der „Rock’n’rollmäuse“ näht.

 

Hort Reideburg, Halle (Saale), Träger: Jugendwerkstatt „Frohe Zukunft“ Halle-Saalkreis e.V.

(Kalenderblatt Dezember)

Unsere Töpferwerkstatt ist ein wahrer Schatz. Aber alles wäre nichts ohne unsere Gudrun Ahne. Sie ist so etwas wie die gute Seele. Die die mittlerweile 70jährige gelernte Töpferin, die einst unter anderem auch an der Kunstschule Burg Giebichenstein gelehrt hat, hat unsere Töpfer-Arbeitgemeinschaft vor Jahren ins Leben gerufen. Gemeinsam mit den Hortkindern töpfert Frau Ahne, aber auch mit einer Elterngruppe sowie mit Damen von der Volkssolidarität. Es entstehen je nach Lust und Laune sowie jahreszeitgerecht wunderschöne Exponate. Damit wird unser Hort verschönert. Auch bestücken wir kleiner Ausstellungen. Klar gibt es zu Weihnachten kleine Engelchen, ein Knusperhaus und eine Krippe.

 

Hinweis:

Die Preisträger Kinderhort Burg und Hort Reideburg haben an der Preisverleihung am Freitag in Magdeburg nicht teilgenommen. Sie erhalten neben der Siegprämie einen Gutschein für einen Zoobesuch in Magdeburg beziehungsweise Halle, welchen sie dann individuell absolvieren können.

Zur Preisverleihung in Magdeburg ist auch der neue Fotokalender „Kita vital“ präsentiert worden. Dieser vereint auf zwölf Monatsblättern die nach Jury-Bewertung pfiffigsten Ideen und Umsetzungen aus dem Wettbewerb. Die Aufnahmen stammen von den Magdeburger Fotografen Viktoria Kühne und Peter Förster. Sie hatten die Kita-vital-Jury im November bei den Vor-Ort-Besuchen in die Kindertageseinrichtungen und Horte begleitet. Alle rund 1.900 Tagesstätten im Land bekommen einen Kalender zugeschickt.





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