Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung - Pressemitteilung Nr.: 064/2017

Magdeburg, den 16. August 2017

Minister übergibt vier neue Informationstafeln im Landessüden
„Straße der Romanik“ wächst / Willingmann: Burgenlandkreis ist Zugpferd für Tourismus-Route


Vier auf einen Streich: Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat heute die Informationstafeln für die vier neuen Baudenkmäler der „Straße der Romanik“ im Burgenlandkreis übergeben: Damit gehören die Klosterkirche im Freyburger Ortsteil Zscheiplitz, die Burg Schönburg, die Margaretenkirche zu Steinbach und die Dorfkirche Flemmingen nun auch offiziell zur historischen Tourismus-Route. Die Landesregierung hatte Mitte Mai beschlossen, die 1993 aus der Taufe gehobene „Straße der Romanik“ mit Blick auf das 2018 anstehende 25-jährige Jubiläum um insgesamt zehn Bauwerke zu erweitern. Dadurch umfasst die Route künftig 88 Bauwerke an 73 Orten im Land. Im Burgenlandkreis sind es 15 Bauwerke an 12 Orten.

Bei der Übergabe der Schilder in Zscheiplitz sagte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann: „Der Burgenlandkreis hat großen Anteil am Erfolg der ‚Straße der Romanik‘. Der Landstrich ist reich an Schlössern und Burgen – und daher ein Zugpferd für die beliebte Tourismus-Route. Mehr als jedes sechste Romanik-Baudenkmal steht im Burgenlandkreis; innerhalb der neu geschaffenen ‚Highlight‘-Kategorie ist es sogar fast jedes dritte. Auch die vier neuen Bauwerke sind eine Bereicherung für die ‚Straße der Romanik‘, die zu den zehn beliebtesten Tourismus-Routen in Deutschland gehört.“

Zusätzlich zur Erweiterung der Route werden die Bauwerke an der „Straße der Romanik“ für eine bessere Vermarktung in vier Kategorien eingeordnet: „Dome und Domschätze“, „Klöster“, „Burgen, Schlösser, Pfalzen“ sowie „Kirchen und Kapellen“. Zudem werden insgesamt 21 TOP-Besuchsziele in der neu geschaffenen Kategorie „Highlights/ Höhepunkte“ gesondert hervorgehoben.

Hintergrund:
 
Die Landesregierung hat der durch einen Expertenbeirat empfohlenen Erweiterung der „Straße der Romanik“ Mitte Mai zugestimmt. Zusätzlich zu den vier Bauwerken im Burgenlandkreis werden aufgenommen: die Kirche St. Johannis in Wernigerode, das Kloster Wendhusen in Thale, das Marienkloster Münzenberg in Quedlinburg (alle Landkreis Harz), die Dorfkirche Altjeßnitz (Landkreis Anhalt-Bitterfeld), das Marienportal Kirche Seehausen (Landkreis Stendal) sowie die Dorfkirche St. Michael in St. Micheln (Saalekreis).

Zu den vier Bauwerken im Burgenlandkreis:


Die direkt am Saaleradweg gelegene Schönburg verfügt u.a. über einen eindrucksvollen Bergfried, einen hervorragenden romanischen Kamin von ca. 1210 sowie über eine Burgschänke. Die Mitte des 12. Jahrhunderts erbaute Dorfkirche Flemmingen besticht v.a. durch die am umfangreichsten erhaltenen romanischen Wandmalereien im Apsis- bzw. Chorbereich. Die um 1100 errichtete Klosterkirche Zscheiplitz war einst Sühnekirche für einen Pfalzgrafenmord von 1085 und seit dem späten 12. Jahrhundert Kirche eines Benediktinerinnenklosters. Die älteste „Chorturmkirche“ Sachsen-Anhalts punktet durch ihre bemerkenswerte Architekturvielfalt und die landschaftliche Lage. In unmittelbarer Nähe der Klosterkirche befindet sich ein privates Weingut mit Gastronomie. Eine Besonderheit der um 1105 errichteten Margaretenkirche zu Steinbach ist das Fehlen eines Dorfes – das alte Steinbach ging während des 30-jährigen Krieges im 17. Jahrhundert völlig zu Grunde. Die Anbindung an Rad- und Wanderwege erfolgt über das nahe gelegenen Bad Bibra; hier gibt es auch verschiedene touristische Angebote.





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