Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 159/2012

Magdeburg, den 11. April 2012

Ministerpräsident Haseloff überreicht
Bundesverdienstorden an verdiente
Bürgerinnen und Bürger


Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat heute während einer Feierstunde in der Magdeburger Staatskanzlei fünf Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an zwei Bürgerinnen und drei Bürger überreicht. Verliehen wurden diese durch den Bundespräsidenten. Haseloff hob bei dieser Gelegenheit die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für das Funktionieren der demokratischen Gesellschaft hervor: „Die hohe gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamtes zeigt sich im jahrelangen Engagement vieler Bürger, die selbstlos und mit großem Einsatz ganz wesentlichen Anteil am Funktionieren unseres Gemeinwesens haben. Um auch für künftige Herausforderungen in der Gesellschaft gewappnet zu sein, ist es notwendig, generationenübergreifend für das Ehrenamt zu werben.“

 

Bundesverdienstorden erhielten:

 

Ute Gabriel-Betzle (Halberstadt, Verdienstkreuz am Bande)

 

Die 61-jährige Verkehrskauffrau und Diplomwirtschaftlerin wurde für ihr herausragendes soziales Engagement in ihrer Heimatregion geehrt. Als Mitbegründerin des örtlichen Neuen Forums hat sie zum politischen Neuanfang in der Wendezeit beigetragen und engagierte sich lange Jahre im Stadtrat. Neben ihrem hauptamtlichen Wirken als Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes in Halberstadt und frühere Bürgermeisterin engagiert sie sich bis heute an vielen Stellen ehrenamtlich, beispielsweise im Förderverein der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge, im „BürgerBündnis für ein gewaltfreies Halberstadt“ sowie im kirchlichen Bereich. „Sie sind bekannt als Persönlichkeit, die sich nicht nur für andere einsetzt, sondern die ihren Worten stets auch Taten folgen lässt. Sie leben Werte vor und sind damit ein Vorbild gerade für junge Menschen“, wandte sich Haseloff an Gabriel-Betzle.

 

Rosemarie Hajek (Coswig, Verdienstmedaille)

 

Die 61-jährige Lehrerin wurde für ihr Engagement beim politischen Neuanfang in der Wendezeit und als langjährige Vorsitzende des Arbeiterwohlfahrt Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V. geehrt. Dank ihres Engagements ist der Verein im Land wieder vor Ort präsent und auf allen Feldern der sozialen Arbeit tätig. „Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass der Verein nach jahrzehntelangem Verbot in der DDR wieder etabliert werden konnte“, würdigte sie der Ministerpräsident in seiner Laudatio. Mit ihrem Engagement habe sie wichtige Akzente bei der Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts gesetzt. Hinzu komme ihr reges kommunalpolitisches Engagement.

Dr. Uwe Heuck (Wernigerode, Verdienstkreuz am Bande)

 

Der 64-jährige Gewerbedirektor wurde für sein langjähriges und vielfältiges ehrenamtliches Engagement in der Harzregion geehrt. Er war im damaligen Landkreis Wernigerode erster ehrenamtlicher Landrat nach der Wende und hat sich Verdienste um den Aufbau einer leistungsfähigen Kreisverwaltung erworben. Darüber hinaus engagiert er sich seit Jahrzehnten an führender Stelle im kirchlichen Bereich und hat maßgeblich an der Neuordnung der Kirchenprovinz Sachsen im Verbund der Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland mitgewirkt. Darüber hinaus hat er sich unter anderem als Kuratoriumsmitglied der Klosterstiftung Drübeck und als Fördervereinsvorsitzender des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode bleibende Verdienste erworben. „In Ihrer Persönlichkeit vereinigen sich Sachbezogenheit, Organisationstalent, Ideenreichtum und menschliches Einfühlungsvermögen“, hob Haseloff an Heuck gewandt hervor.

 

Dr. Bernd Kregel (Biederitz, Verdienstkreuz am Bande)

 

Der 63-jährige Jurist wurde für seine Verdienste um den Aufbau und die Festigung der kommunalen Strukturen in Sachsen-Anhalt geehrt. Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Landesgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes setzte er sich in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen für die Konsolidierung der kommunalen Selbsthilfeorganisationen ein. Auf seine Initiative wurde zur Bündelung der kommunalen Anteile an den Versorgern die Kommunalwirtschaft Sachsen-Anhalt GmbH & Co. Beteiligungs-KG gegründet, um einen größeren kommunalen Einfluss zu erreichen. Bis heute macht er sich in mehreren Aufsichtsräten mitteldeutscher Versorger für kommunale Interessen stark. Daneben engagierte er sich über viele Jahre in den Gremien des Ostdeutschen Sparkassenverbandes und machte sich um den Aufbau eines Versorgungssystems für Kommunalbeamte verdient. „Sie haben sich bleibende Verdienste um die Kommunen der Region und um unser Bundesland insgesamt erworben“, betonte Haseloff in seiner Würdigung.

 

Prof. Dr. Hans Lilie (Halle, Verdienstkreuz 1. Klasse)

 

Der 62-jährige Jurist wurde für seine Mitwirkung an der Neuordnung des Hochschulwesens in Sachsen-Anhalt und für seine vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten ausgezeichnet. An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat er das Interdisziplinäre Zentrum für Medizin, Ethik und Recht gegründet und den gleichnamigen Studiengang etabliert. Sein ehrenamtliches Engagement erstreckt sich auf soziale und medizinisch-ethische Bereiche. So waren ihm als Vorstandsvorsitzender des Studentenwerks Halle gute Wohnunterkünfte auch für schlechter gestellte Studierende ein besonderes Anliegen. Als Vizepräsident des Deutschen Studentenwerks setzt er sich für eine Stärkung der Studentenwerke zum Wohl der Studierenden ein. Darüber hinaus engagiert er sich in zahlreichen Gremien, die sich mit der Regelung von Organtransplantationen beschäftigen. Er hat beispielsweise als Vorsitzender der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer maßgeblich an der Erarbeitung von einschlägigen Richtlinien mitgewirkt. Sein Fachwissen wird auf nationaler und internationaler Ebene hoch geschätzt. Der Ministerpräsident in seiner Laudatio: „Sie schaffen in bewundernswerter Weise den Spagat zwischen klinischer und juristischer Sicht der Dinge. Ihre hohe Fachkenntnis paart sich mit einer unprätentiösen Art.“





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