Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 109/2012

Magdeburg, den 29. November 2012

Saalebrücke bei Bernburg wird eingeschoben,
Verkehrsminister Webel: Großer Schritt in Richtung Ortsumgehung


Mit dem sogenannten Verschub von Ost nach West der 101 Meter langen Saalebrücke, über die einmal die B6n führen soll, mit dem heute (29.11.) in Anwesenheit von Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) begonnen wurde, ist ein großer Schritt in Richtung Fertigstellung der Ortsumgehung Bernburg (Salzlandkreis) getan worden. Der Verschub des Überbaus erfolgt heute und morgen mittels selbstfahrender Montageplattformen und Pontons.

 

Webel hob anlässlich der technischen Meisterleistung hervor, dass sich mit der Fertigstellung der Ortsumgehung Mitte 2014 die Wohnqualität der Bernburger, die bisher noch mit der Verkehrsbelastung einer Durchfahrtsstraße leben müssen, erheblich verbessern wird. „Außerdem brauchen sich Kraftfahrer dann nicht mehr durch Bernburgs Durchgangsstraßen zu quälen, die zu bestimmten Zeiten stark überlastet sind“, sagte der Minister.

 

Nach dem Verschub, der sich aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen über zwei Tage erstreckt, wird die „Fahrbahntafel“ – eine Stahlbetonplatte mit entsprechender Abdichtung sowie einer Asphaltdecke – aufgebracht. Im Oktober des nächsten Jahres sollen die Arbeiten an der Brücke völlig abgeschlossen sein. Die Breite des Überbaus beträgt gut 16 Meter, das Stichmaß, also die Überhöhung des Bogens, 15,50 Meter. Bei normalem Wasserstand der Saale liegt die lichte Höhe (freier Raum zwischen Brücke und Wasserspiegel) bei 7,75 Metern. Verbaut wurden 730 Tonnen Stahl.

 

Bei der Saalebrücke handelt es sich um einen sogenannten Stahlüberbau in Form eines Netzwerkbogens. Webel sprach von einem „ästhetisch wesentlich anspruchsvollerem Bauwerk als Brücken mit klassischer Stabbogenkonstruktion“. Die Brücke quert die Saale beinahe rechtwinklig.

 

Zu Ihrer Information:

 

Die derzeit knapp 87 Kilometer lange fertiggestellte Ost-West-Achse der B6n, in deren Bau bislang etwa 525 Millionen Euro investiert worden sind, verbessert die Standortbedingungen in den anliegenden Landkreisen und schafft somit eine wesentliche Voraussetzung für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Harzregion. In den nächsten Jahren soll die „Nordharzautobahn“ (B6n) bis zur A9 weitergeführt werden – auf den letzten 36,6 Kilometern als dreispurige Trasse. Nach der Gesamtfertigstellung wird die B6n 127 Kilometer lang sein. In das Projekt werden dann rund 700 Millionen Euro investiert worden sein.





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