Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 645/2012

Magdeburg, den 10. Dezember 2012

Fachtagung „Biomethan + Kraft-Wärme-Kopplung“/ Haseloff: Nutzung erneuerbarer Energien alternativlos

„Die Energieträger, die über lange Zeit den Aufschwung des Industriezeitalters ermöglichten, stehen künftig nicht mehr oder nicht mehr in ausreichender Menge zu Verfügung. Vor diesem Hintergrund ist die Nutzung regenerativer Energien nicht nur ein Gebot der Vernunft, sondern auch alternativlos.“ Dies erklärte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff in seinem Grußwort zur Eröffnung der Fachtagung „Biomethan + Kraft-Wärme-Kopplung“ in Magdeburg. Veranstalter der Tagung ist der Landesverband Erneuerbare Energie Sachsen-Anhalt.

 

Haseloff verwies auf die Erfolge im Bereich der erneuerbaren Energien in Sachsen-Anhalt. 2,7% aller Beschäftigten im Land seien in der Branche tätig. Dies sei der Spitzenwert in Deutschland. Auch bei der Produktion von Biodiesel und Bioethanol sei Sachsen-Anhalt führend. Der Anteil der regenerativen Energien am Stromverbrauch übertreffe im Land bereits heute den von der Bundesregierung für 2020 geforderten Wert von 35%.

 

Im öffentlichen Bewusstsein werde, so der Ministerpräsident, regenerative Energie vor allem mit Windkraft oder Photovoltaik assoziiert. Dabei stammten 67% der deutschlandweit gewonnenen erneuerbaren Energie aus der Nutzung von Biomasse. Ihr komme daher auch eine Schlüsselfunktion bei der Gestaltung der Energiewende zu. Haseloff nannte hier die Einspeisung von Biomethan ins Gasnetz oder die Stromerzeugung aus Biomasse. Der Vorteil sei, dass diese Energiequelle kontinuierlich zur Verfügung stünde.

 

„Die Nutzung von Biomasse und die Erzeugung von Biomethan sind jedoch kein Selbstläufer. Auch hier sind Ressourcen begrenzt und mit ihnen muss verantwortungsbewusst umgegangen werden. Es sind weitere Anstrengungen notwendig, auch in Forschung und Entwicklung, um Biomasse so effektiv, umweltschonend und nutzbringend wie möglich einzusetzen“, betonte der Regierungschef.

 

Haseloff verwies hier auf die Begrenztheit der Anbauflächen und die Gefahr des Aufkommens von Monokulturen. Wichtig seien daher die verstärkte Nutzung von Reststoffen und Forschungsanstrengungen sowohl in der Züchtung wie auch hinsichtlich effizienter Verfahren.

 





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