Kultusministerium - Pressemitteilung Nr.: 128/2013

Magdeburg, den 23. August 2013

Baubeginn für wichtigstes Investitionsvorhaben zum Reformationsjubiläum 2017
Kultusminister und Oberbürgermeister gaben mit Spatenstich den Startschuss am Wittenberger Schlossensemble


Kultusminister Stephan Dorgerloh und der Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg, Eckhardt Naumann, gaben heute den symbolischen Startschuss für Renovierung eines der wichtigsten Orte der Reformation, des Wittenberger Schlossensembles. Die Neugestaltung des Schlossensembles in Wittenberg ist das größte und bedeutendste Investitionsvorhaben zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017.

„Wir erleben mit Renovierung, Umbau und Neubau nicht weniger als die Wiedergeburt des Wittenberger Schlossensembles. Dabei ist es gelungen, die Erfordernisse des Denkmalschutzes einerseits und des modernen Tourismus sowie der Funktionalität andererseits in eine ausgewogene Balance zu bringen. Das Weltkulturerbe – vor allem auch vor dem Hintergrund des nahenden Reformationsjubiläums 2017– wird für Besucher aus aller Welt noch erlebbarer gemacht“, so Kultusminister Stephan Dorgerloh. „Das Schloss bekommt endlich eine ihm zustehende Nutzung und der Schlossplatz wird sich zu einem der schönsten Plätze in der Lutherstadt entwickeln."
„Mit diesem symbolischen Spatenstich beginnt eine neue Epoche für das Weltkulturerbe Schlosskirchenensemble. Die Schlosskirche erhält mit den funktionalen und baulichen Arbeiten am Schloss eine würdige und angemessene Ergänzung“, ergänzt Eckhardt Naumann, Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg.

Dem Baustart sind mehrjährige intensive Planungs- und Abstimmungsprozesse mit einer Vielzahl von Beteiligten vorausgegangen, nicht nur mit den Planern und Nutzern, sondern auch mit Sicherheits-und Naturschutzsachverständigen und Denkmalschutzexperten. Das Vorhaben wird von einer Projektgruppe gesteuert, in der unter Leitung des Kultusministeriums der Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg, Vertreter der Stadt, der EKD und aus verschiedenen Ministerien des Landes sowie die Direktorin des Evangelischen Predigerseminars zusammen wirken: „Ich bin froh, dass die Bauarbeiten nun beginnen. Die Schlosskirche, die Wiege der lutherischen Reformation und das Evangelische Predigerseminar, eine Zukunftswerkstatt des Protestantismus, wer-den zusammengeführt. Das knüpft an die alte Universitätsgeschichte an, ist für die Wittenberger und ihre Gäste interessant und für die Ausbildung eine gute Sache“, so Dr. Hanna Kasparick.

Die Neugestaltung des Schlossensembles wird in zwei unabhängig voneinander ablaufenden Baumaßnahmen realisiert: dem Umbau und der Sanierung des Schlosses und dem  Erweiterungsbau als Neubau Südflügel. Die auf dem Schlosshof sichtbaren archäologischen Grabungen haben mit den askanischen Mauerfragmenten bedeutsame Befunde zu Tage gebracht. Deshalb haben die ausgewählten Planungsbüros ihre Bauplanungen darauf ausgerichtet, diese Funde in den Neu- und Umbau zu integrieren.

Das Schlossensemble und das ehemalige Augustinerkloster, das zu Luthers Zeiten die Wittenberger Universität beherbergte, gehören zu den zentralen Reformationsstätten in Wittenberg. Bis zum 500. Jahrestag von Luthers Thesenanschlag sollen die hochrangigen Bauwerke denkmalgerecht saniert und für eine neue dauerhafte Nutzung hergerichtet werden. Die Gebäude sollen zukünftig die UNESCO-Weltkulturerbestätten „Luthergedenkstätten“ ergänzen.

Dazu wurde im Oktober 2009 eine Rahmenvereinbarung zwischen dem Land, der Lutherstadt Wittenberg, der EKD, der Union evangelischer Kirchen und der Stiftung Luthergedenkstätten unterzeichnet. Das Bauvorhaben umfasst mit allen damit verbundenen Maßnahmen ein Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu 32,8 Millionen Euro und wird vom Land, von der Europäischen Union und vom Bund gefördert.





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