Kultusministerium - Pressemitteilung Nr.: 010/2015

Magdeburg, den 29. Januar 2015

Ein Klima des Willkommens schaffen: Kultusminister zur Integration von Flüchtlingskindern / Voraussetzung ist schneller Spracherwerb


Angesichts der Prognose weiter steigenden Flüchtlingszahlen hat sich Kultusminister Stephan Dorgerloh für eine rasche Integration der Kinder aus Familien von Zugewanderten und Flüchtlingen in den Regelschulbetrieb ausgesprochen. „In den Schulen fragen wir die Kinder nicht zuerst nach ihrem Aufenthaltsstatus. Wir sagen herzlich willkommen und fragen: Wie können wir Dich am besten fördern und aufnehmen. Unser Ziel ist es, die Kinder, die ganz unterschiedliche Biografien tragen, schnellstmöglich in den Regelbetrieb der Schulen an ihren Wohnorten aufzunehmen und sie ihren Potenzialen gemäß bestmöglich zu fördern“, erklärte der Minister heute im Landtag. Voraussetzung dafür sei der schnelle Spracherwerb.

 

Als Grundlage dient dabei der Erlass zur „Aufnahme von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen des Landes Sachsen-Anhalt“ aus dem Jahr 2012. Für die Maßnahmen, die sich aus dem Erlass ergeben, sind zuletzt 1650 Lehrerwochenstunden zur Verfügung gestellt worden. Das entspricht ca. 66 Lehrerstellen.

 

Das Landesschulamt habe seit September 2014 viele neu hinzugekommene Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf Sprachförderung gezählt, sagte der Minister weiter. Es sei gelungen, diese Schülerinnen und Schüler während des laufenden Schuljahrs aufzunehmen und in den Schulalltag zu integrieren. „Ich danke den Kolleginnen und Kollegen an den Schulen, die das ermöglicht haben, ganz ausdrücklich für ihr Engagement“, so Dorgerloh.

 

Da die Zahl der Flüchtlinge weiter steige und es sich bei 25 bis 30 Prozent der Ankommenden um schulpflichtige Kinder und Jugendliche handelt, werde jedoch deutlich, „dass wir künftig mehr Ressourcen an unseren Schulen bereitstellen müssen“. Das heiße auch, mehr Sprachklassen einzurichten. Darüber hinaus bräuchten die Lehrerinnen und Lehrern überall da, wo Flüchtlingskinder ankommen, entsprechende Weiterbildungen, damit die Aufnahme und Integration gelingen.

 

Neben allen technischen und personellen Voraussetzungen gelte es, an den Schulen des Landes ein Klima zu schaffen, „das es Flüchtlingen und Zugewanderten leichter macht, bei uns anzukommen“. Vielfach geschehe das längst in ganz vorbildlicher Weise. „Auch dafür gilt allen Engagierten mein herzlicher Dank“, so der Minister.





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