Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 732/2015

Magdeburg, den 17. Dezember 2015

Ministerpräsident Haseloff überreicht
Bundesverdienstorden an sechs
Bürgerinnen und Bürger


Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff  hat heute sechs engagierten Frauen und Männern Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Verliehen wurden diese durch Bundespräsident Joachim Gauck. Haseloff hob bei dieser Gelegenheit die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements  für das Funktionieren des demokratischen Staates hervor: „Um für die großen Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft gewappnet zu sein, ist es notwendig, in unserem Gemeinwesen für das Ehrenamt zu werben. Die Verleihung der Verdienstorden an engagierte Frauen und Männer mit großen Verdiensten um unser Land ist ein klares Zeichen für den hohen Stellenwert, den das Ehrenamt in Sachsen-Anhalt besitzt“, erklärte Haseloff.

 

Geehrt wurden:

 

Helmut Reinhold Behrendt (Zerbst/Anhalt, Verdienstkreuz am Bande)

Der 67-jährige Bürgermeister a.D. seiner Heimatstadt wird für sein langjähriges Engagement als Kommunalpolitiker der ersten Stunde gewürdigt. Außerdem hat er sich Verdienste um die Pflege des kulturellen Erbes erworben und verantwortlich die Wiederherstellung des östlichen Seitenflügels des Zerbster Schlosses betrieben. Haseloff sagte in seiner Laudatio: „Sie gehörten zu den dienstältesten Bürgermeistern unseres Landes. Drei Wiederwahlen in Folge zeigen eindrucksvoll, wie groß das Vertrauen war und ist, dass Ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger zu Ihnen haben. Sie haben sich um die Stadt Zerbst und um unser Land verdient gemacht.“

 

Gudrun Irma Dietsch (Raguhn-Jeßnitz, OT Altjeßnitz, Verdienstkreuz am Bande)

 

Die 63-jährige Diplom-Chemikerin wird für ihr großes Engagement in der sachsen-anhaltischen Kommunalpolitik geehrt. Als Bürgermeisterin der Gemeinde Altjeßnitz hat sie zweimal mit den schweren Folgen des Hochwassers an der Mulde zu kämpfen gehabt. Große Verdienste hat sie sich außerdem um die Wiederherstellung und Sanierung von Park und Irrgarten in Altjeßnitz erworben. Der Ministerpräsident lobte vor allem dieses Engagement der Ausgezeichneten und sagte: „Es handelt sich hier um einen der ältesten und größten Irrgärten aus der Zeit des Barock. Dieses Erbe zu pflegen, sein gesamtes Umfeld zu gestalten, touristisch zu erschließen und ihn in ein sich über das ganze Jahr erstreckendes Veranstaltungsprogramm einzubetten, ist eine Aufgabe, die größte Kräfte erfordert. Damit wurde der Gemeinde, aber auch dem Land Sachsen-Anhalt ein wichtiger Dienst geleistet.“

 

Hans-Jürgen Korn (Bördeland, OT Welsleben, Verdienstmedaille)

 

Der 58-jährige Verwaltungsangestellte, hat sich um den Aufbau der Verwaltungsgemeinschaft „Bördeland“ große Verdienste erworben. Insbesondere ist er in der Kultur- und Heimatpflege tätig. Darüber hinaus engagiert er sich in der evangelischen Kirchengemeinde seines Heimatortes. „Der Ausgezeichnete ist einer der Kommunalpolitiker der ersten Stunde in Sachsen-Anhalt. Er hat gezeigt, dass Demokratie und Selbstverwaltung zusammengehören und von unten gebaut werden müssen, wenn sie Bestand haben sollen, “ lobte der Regierungschef in seiner Ansprache.

 

Hilmar Artur Banse (Goseck, OT Markröhlitz, Verdienstmedaille)

 

Der 65-jährige Meister für Elektrotechnik ist stark in der Kommunalpolitik seines Heimatortes engagiert. Als stellvertretender Bürgermeister und seit 1998 als Bürgermeister von Markröhlitz hat er viel für die positive Entwicklung der Region getan. Insbesondere war er engagiert, als es um die Schaffung des Sonnenobservatoriums und der Route „Himmelswege“ als touristische Anziehungspunkte ging. Haseloff hob hervor: „Sie haben sich sehr engagiert um den Bau des Sonnenobservatoriums bemüht. Mit dem Förderverein Gosecker Sonnenobservatorium e.V. betreuen Sie insbesondere das Informationszentrum im Schloss Goseck, wodurch diese einzigartige Anlage an der Straße der Romanik eine bedeutende kulturelle Nutzung erfahren hat.“

 

Erdmute Peuker (Kemberg, OT Rotta, Verdienstmedaille)

 

Die 74-jährige Musikerin wird für ihr Lebenswerk geehrt. In beispielgebender Weise hat sie sich um das kulturelle Leben ihrer Heimat bemüht. Sie ist Gründungsmitglied und Vorsitzende des Fördervereins zur Kultur- und Denkmalpflege Rotta e.V. Der Ministerpräsident hob in seiner Laudatio das kulturelle Engagement der Ausgezeichneten hervor und sagte: „Sie haben einen kulturellen Ort mit großer Anziehungskraft geschaffen. Darüber hinaus ist es Ihnen immer wichtig gewesen, das Publikum durch Ihre Einladungsbriefe auf die Konzerte vorzubereiten, seine Kenntnisse zu erweitern und auch dadurch den Kunstgenuss zu vertiefen.“

 

Georg Wulff Graf von Zech, sonst von Burkersroda (Münster, Verdienstkreuz am Bande)

 

Der 77-jährige Graf Zech-Burkersroda wird für sein langjähriges Engagement als Domherr und Dechant der Vereinigten Domstifter Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz geehrt. In beispielgebender Weise hat er sich um die Bewahrung und Pflege dieser einzigartigen Kulturgüter verdient gemacht und die Entwicklung der ganzen Region an Saale und Unstrut positiv beeinflusst und geprägt. Der Ministerpräsident würdigte den Grafen Zech: „Ihre Familie war über Jahrhunderte hinweg mit dem mitteldeutschen Raum verwoben. Es zeichnete Sie aus, dass Sie, nachdem es wieder möglich wurde, die Verantwortung und die Arbeit für ein großartiges kulturelles Erbe übernahmen. Als Domherr und Dechant haben Sie sich um die Dome in Merseburg, Naumburg und Zeitz, die zu den schönsten und bedeutendsten Kirchen nicht nur Sachsen-Anhalts, sondern Deutschlands gehören, große Verdienste erworben.“





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