Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 219/2017

Magdeburg, den 19. April 2017

23. Wittenberger Gespräch / Haseloff: Unsere Epoche ist durch einen rasanten Wandel und große Veränderungen charakterisiert

„Luthers Bedeutung reicht weit über den protestantischen und theologischen Wirkungsbereich hinaus. Die Reformation hat unsere moderne Lebenswelt stark und nachhaltig geprägt. Sie hat die Welt und das Weltliche verändert.“ Das sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff heute zum Auftakt des 23. Wittenberger Gesprächs in der Leucorea.

 

Das diesjährige Wittenberger Gespräch steht unter dem Motto: „500 Jahre Thesenanschlag: Stehen wir erneut vor einer Reformation?“ Mit Blick auf die aktuelle Lage sagte Haseloff: „Unsere Epoche ist durch einen rasanten Wandel und große Veränderungen charakterisiert. Wir sind mit komplexen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen konfrontiert. Sie überschreiten nationale Grenzen. Kein Staat lebt für sich allein. So lässt sich die Flüchtlingskrise nur gesamteuropäisch lösen. Allein solche Lösungen werden  langfristig tragen.“

 

Haseloff rief trotz aller Probleme zu Zuversicht auf: „Wir dürfen uns von schwierigen Herausforderungen nicht entmutigen lassen. Was für die Kirchen und die Universitäten gilt, gilt erst recht für moderne Gesellschaften. Auch sie müssen ständig erneuert oder reformiert werden.“ Mit Blick auf Luther und die Reformation hob der Ministerpräsident hervor: „Verantwortete Freiheit war ein zentraler Begriff der Reformation. Daraus ergibt sich eine klare Trennlinie zu einer rein egoistisch verstandenen Freiheit. Individuelle Freiheit findet ihre klare Grenze in der Verantwortung für den Mitmenschen. Das ist ein ganz zentraler Aspekt. Hier lohnt der Blick nach Wittenberg und auf Luther allemal.“

 

Hintergrund

Am 23. Wittenberger Gespräch nehmen unter anderem Christian Wulff, Bundespräsident a. D., Peter Altmaier, Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, Friedrich Schorlemmer, Theologe



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