Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 409/2017

Magdeburg, den 27. Juni 2017

Vorstellung des aktuellen Berufsbildungsberichtes: Beste Ausbildungs- und Übernahmechancen für Sachsen-Anhalter

Die Perspektiven für Schulabgängerinnen und Schulabgänger auf dem Ausbildungsmarkt haben sich in Sachsen-Anhalt stark verbessert. Das zeigt der jetzt im Kabinett vorgestellte Berufsbildungsbericht 2016, in dem Zahlen aus 2015/2016 ausgewertet werden. Demnach gab es mehr Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber. Und: Fast acht von zehn Absolventinnen und Absolventen wurden nach ihrer Ausbildung von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen. „Das ist ein bundesweiter Spitzenwert, auf den wir stolz sein können und ein Gemeinschaftswerk vieler Beteiligter“, sagte Arbeits-Staatssekretärin Susi Möbbeck bei der Vorstellung des  Berichtes. Ihr besonderer Dank gelte in diesem Zusammenhang den auszubildenden Unternehmen.

Anders als im negativen Bundestrend blieb mit 10.700 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen die Zahl in Sachsen-Anhalt auf einem stabilen Niveau. Die mit Abstand meisten Bewerber und Bewerberinnen entfielen auf den Beruf der Verkäufer/in. Es folgen mit einigem Abstand die Berufe Kauffrau/-mann für Büromanagement, Kaufmann bzw. Kauffrau im Einzelhandel sowie KFZ-Mechatroniker/in - PKW-Technik.

Probleme zeigen sich aber beim auswärtigen Berufsschulunterricht. Vergleichsweise oft – mehr als doppelt so häufig wie in Westdeutschland - müssen Auszubildende eine weiter entfernte Berufsschule besuchen, verbunden mit hohen Fahrt- und Übernachtungskosten. Handlungsbedarf sieht Möbbeck auch in einem weiteren Punkt: „Nicht allen Jugendlichen gelingt der Übergang von der Schule in eine duale Berufsausbildung ohne Hilfestellung.“  Hier komme es darauf an, dass die Jugendlichen vor Ort leicht zugängliche und wirksame Unterstützungsangebote bekämen. Organisiert werden diese durch die regionalen Netzwerke zur Verbesserung des Übergangsmanagements (RÜMSA) und ein landesweit flächendeckendes Angebot von Trägern der assistierten Ausbildung. 

Der Bericht zeigt zudem, dass die duale Berufsausbildung für junge Menschen in Sachsen-Anhalt der attraktivste Weg ins Berufsleben bleibt. Die Einmündungsquote von Bewerberinnen und Bewerbern in eine Berufsausbildung lag in Sachsen-Anhalt mit knapp zwei Dritteln höher als in den Vorjahren und übersteigt die Durchschnittswerte Ost- und Westdeutschlands deutlich. Leider ist auch die Vertragslösungsquote mit rund 30 Prozent nach wie vor hoch, wobei jedoch nur rund ein Drittel davon echte Ausbildungsabbrüche sind. In der überwiegenden Zahl der Fälle wird die Ausbildung in einem anderen Beruf oder in einem anderen Betrieb fortgesetzt.

Das Land Sachsen-Anhalt veröffentlicht alle zwei Jahre Berufsbildungsberichte, um allen an der Berufsbildung Beteiligten und Interessierten Informationen und Daten zur Situation auf dem Ausbildungs- und Weiterbildungsmarkt in Sachsen-Anhalt bereitzustellen. Der Bericht ist im Internet abrufbar unter: www.ms.sachsen-anhalt.de





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