Bildungsministerium - Pressemitteilung Nr.: 071/2017

Magdeburg, den 6. November 2017

Neue Initiative zur Förderung leistungsstarker Schüler / Tullner: „Neuausrichtung der Begabtenförderung“

Sachsen-Anhalt beteiligt sich an der Gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler

 

 

In den kommenden 10 Jahren beteiligt sich Sachsen-Anhalt an der „Gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler“ mit der Absicht, sowohl die Förderung leistungsstarker als auch potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler unabhängig von Herkunft, Geschlecht und sozialem Status zu optimieren.

 

Bildungsminister Marco Tullner begrüßte heute die acht teilnehmenden Schulen aus Sachsen-Anhalt am LISA in Halle. „Neben einem besonderen Fokus auf Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf ist es enorm wichtig, auch diejenigen mit hohen Leistungspotenzialen zu fördern. Es ist Sachsen-Anhalt deshalb ein besonderes Bedürfnis an der Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler teilzunehmen. Die Schulen beweisen hier enormes Engagement und Bewusstsein, Schülerinnen und Schüler mit höheren Leistungspotenzialen im Unterricht zu fördern“, erklärte Tullner.

 

Die Initiative könne gleichwohl nur ein Baustein in der Begabtenförderung sein. „Sachsen-Anhalt wird eine Neuausrichtung der Begabtenförderung vorzunehmen. Dazu sollen flexible Angebote entstehen, die von den Schulen allein oder gemeinsam mit wertvollen externen Partnern realisiert werden. Dazu sollen im 1. Halbjahr 2018 konkrete Vorschläge diskutiert werden“,  so Tullner.

 

Er übergab außerdem neben der Berufungsurkunde auch ein Starterpaket, eine projektbezogene technische Grundausstattung, u.a. bestehend aus einem Laptop mit Office-Paket und einem Beamer.


Folgende Schulen aus Sachsen-Anhalt haben sich erfolgreich für die Teilnahme an der Initiative beworben:

Neumarkt-Grundschule Halle/Saale

Goethe-Grundschule Halberstadt

Hermann-August-Francke-Grundschule Wernigerode

Erich-Kästner-Grundschule Haldensleben

 

Georg-Cantor-Gymnasium Halle/Saale

Dr.-Frank-Gymnasium Staßfurt

Landesschule Pforta

CJD Christophorusschule Droyßig

 

Eng verknüpft mit praxisnaher wissenschaftlicher Forschung sollen gezielt Impulse für eine individuelle Leistungsstärke begünstigende Schul- und Unterrichtsentwicklung gesetzt werden. Ein Augenmerk gilt dabei den Potenzialen von Lernenden, welche aus weniger bildungsnahen Elternhäusern – speziell auch mit Migrationshintergrund – stammen sowie der Ausgewogenheit der Geschlechter.

 

Die Laufzeit der Initiative beträgt 10 Jahre, welche sich in zwei Phasen zu jeweils 5 Jahren unterteilt. In der ersten Phase sollen die Projektschulen schulische sowie außerunterrichtliche Strategien und Maßnahmen zur Förderung leistungsstarker oder besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schülern entwickeln bzw. weiterentwickeln.

 

Bund und Länder wollen künftig die Entwicklungsmöglichkeiten leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler in den Blick nehmen und fördern. Ziel der gemeinsamen Initiative von KMK und BMBF ist es, Schülerinnen und Schüler unabhängig von Herkunft, Geschlecht und sozialem Status so zu fördern, dass für alle ein bestmöglicher Lern- und Bildungserfolg gesichert ist. Dies ist Leitlinie einer auf Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit zielenden Bildungspolitik.

Für das Programm, das erste mit dieser speziellen Ausrichtung auf die Förderung von Hochleistern, stellen Bund und Länder zu gleichen Teilen insgesamt 125 Millionen Euro zur Verfügung.  Bund und Länder stimmen darin überein, dass dieses Augenmerk sowohl für den Einzelnen als auch für unsere Gesellschaft von großer Bedeutung ist.

 

Sachsen-Anhalt verfügt mit den Netzwerk „Begabungsfördernde Schule“, der Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hochbegabungsförderung am LISA und der Begabungsdiagnostischen Beratungsstelle BRAIN-ST an der MLU Halle-Wittenberg über eine funktionierende und gut vernetzte Infrastruktur zur Förderung von hochbegabten sowie leistungsstarken Kindern und Jugendlichen. Daher besteht ein großes Interesse daran, die in diesem Netzwerk mitwirkenden Schulen als Pilotschulen zu gewinnen. Die Teilnahme an der Initiative schafft die Möglichkeit, die für die Begabtenförderung erstellten und bewährten Konzepte zu evaluieren sowie unter Einbeziehung von wissenschaftlichen Erkenntnissen weiterzuentwickeln und zu profilieren.





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