Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie - Pressemitteilung Nr.: 216/2017

Magdeburg, den 17. November 2017

„Wir fordern vom Bund finanzielle Unterstützung“
Umweltministerin Dalbert zu den Ergebnissen der Umweltministerkonferenz


Potsdam. Auf der Umweltministerkonferenz in Potsdam wurden Beschlüsse unter anderem zu den Themen „Invasive Arten“ und „Umgang mit dem Wolf“ gefasst. Dazu sagt Sachsen-Anhalts Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert: „Der Antrag Sachsen-Anhalts, mit dem wir den Bund auffordern, die Länder bei der Bekämpfung invasiver Arten zu unterstützen, wurde von allen Umweltministern beschlossen. Der Bund hat zugesagt, zu prüfen, inwieweit er die Länder unterstützen kann. Ich bin zuversichtlich, dass den Ländern ein breites Angebot zur Unterstützung gemacht wird. Denn die Probleme mit den invasiven Arten bekommen wir nur in den Griff, wenn wir gemeinsam, strukturiert und mit dem nötigen Personal an den Managementmaßnahmen arbeiten. Das Zurückdrängen der weit invasiven Arten ist unbedingt nötig, um die Artenvielfalt unserer heimischen Arten zu schützen.“


„Das Thema „Umgang mit dem Wolf“ haben wir kontrovers diskutiert. Wir haben uns darauf verständigt, dass es ein in den Ländern einheitliches Vorgehen braucht. Und wir haben den Bund aufgefordert zu definieren, wann ein Tier als ‚auffällig‘ gilt. In der ‚Leitlinie Wolf‘ haben wir das für Sachsen-Anhalt schon gemacht. Ich würde es jedoch sehr begrüßen, wenn die Definition in allen Ländern gleich wäre. Außerdem fordern die Länder den Bund auf, sich finanziell  an der Schadensprävention (Herdenschutzhunde, Zäune) zu beteiligen. Und, der Bund ist gebeten, mit der Europäischen Kommission zu klären, dass sowohl die Förderung von Präventionsmaßnahmen als auch ein Schadensausgleich mit einem Fördersatz zu 100 Prozent möglich ist. Das ist für unsere Tierhaltenden in Sachsen-Anhalt auch dringend nötig: Die de-minimis Regeln mit maximal 15.000 Euro innerhalb von 3 Jahren Euro dürfen hier nicht gelten. Mit Herdenschutzzäunen und Schadensausgleich für gerissene Nutztiere kommt man schnell über diese Grenze.“






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