Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung - Pressemitteilung Nr.: 010/2018

Magdeburg, den 19. Februar 2018

Minister überreicht Schilder für St. Petri-Kirche Seehausen (Altmark)
„Straße der Romanik“ komplett / Willingmann: Route für Jubiläum auf Hochglanz poliert


Das Jubiläum kann kommen: Mit der heutigen Übergabe der Schilder für die St. Petri-Kirche Seehausen (Landkreis Stendal) durch Minister Prof. Dr. Armin Willingmann ist die erweiterte „Straße der Romanik“ jetzt auch ganz offiziell vollständig. Die beliebte Tourismus-Route, deren 25. Geburtstag in diesem Jahr im gesamten Land gefeiert wird, umfasst nach der Erweiterung um zehn historische Baudenkmäler auf mehr als 1.000 Kilometern nun 88 steinerne Romanik-Zeitzeugen an 73 Orten. Sie ziehen jährlich rund 1,6 Millionen Besucher an.

Willingmann sagte: „Die ‚Straße der Romanik‘ ist eine Erfolgsgeschichte. Sie zählt zu den zehn beliebtesten Tourismus-Routen in Deutschland und ist ein kulturtouristisches Aushängeschild für unser Bundesland. Die romanischen Bauwerke zeugen von der reichen Historie unserer Region und machen Lust, auch das heutige Sachsen-Anhalt zu entdecken. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum haben wir die Route auf Hochglanz poliert, um noch mehr Gäste zu Romanik-Liebhabern zu machen. Ein ganz wichtiger Faktor dafür sind die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich und mit Tatkraft für ihre Bauwerke engagieren und sie Besuchern zugänglich machen.“

Die St. Petri-Kirche wurde zwischen 1170 und 1200 ursprünglich als romanische Basilika erbaut. Besonders sehenswert ist u.a. das prächtige romanische Eingangsportal, welches heute im Innenbereich liegt. Das Portal besticht durch den Wechsel von Back- und Sandstein in der Formgestaltung und Farbe. Ein Blickfang des im 15. Jahrhundert zur gotischen Hallenkirche umgebauten Gotteshauses sind auch die zwei 62 Meter hohen Türme – ein Aufstieg zur ehemaligen Türmerwohnung in 45 Metern Höhe bietet einen herrlichen Panoramablick über Seehausen, das Elbtal und die nördliche Altmark.

Zusätzlich zur Erweiterung der „Straße der Romanik“ sind die Bauwerke für eine bessere Vermarktung in vier Kategorien eingeordnet worden: „Dome und Domschätze“, „Klöster“, „Burgen, Schlösser, Pfalzen“ sowie „Kirchen und Kapellen“. Zudem werden insgesamt 21 TOP-Besuchsziele in der neu geschaffenen Kategorie „Highlights/ Höhepunkte“ gesondert hervorgehoben.

Informationen zum Jubiläumsjahr:
Die „Straße der Romanik“ ist im Mai 1993 eröffnet worden. 2018 wird das 25-jährige Jubiläum im ganzen Bundesland gefeiert, in Kooperation des Landestourismusverbandes und der Investitions- und Marketinggesellschaft mit vielen örtlichen Partnern. Zu den Höhepunkten zählen:
 
• Romanik-Festwoche vom 6. bis 13. Mai 2018 entlang der gesamten „Straße der Romanik“; am 12. Mai 2018 „Tag der Romanik“ mit besonderen Führungen und Veranstaltungen an den 73 Orten

• Festtag am 7. Mai 2018 (Todestag Otto I.) im Magdeburger Dom mit Ökumenischem Gottesdienst und Festkonzert

• Sonderausstellungen in Memleben und Merseburg:
o „Wissen und Macht. Der Hl. Benedikt und die Ottonen.“ im Kloster Memleben (7. Mai bis 15. Oktober 2018)
o „Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte“, Sonderausstellung zum 1.000. Todestag von Bischof Thietmar von Merseburg im Merseburger Dom (15. Juli bis 4. November 2018)

• Verleihung „Romanik-Preis“ und „Sonderpreis ‚Straße der Romanik‘“ am 26. Mai 2018

• Festivalhöhepunkte „Unter großen Bögen“:
o Harzer Klostersommer (1. Juni bis 30. September 2018)
o Quedlinburger Musiksommer (ab 16. Juni 2018)
o „montalbâne“ – Festival mittelalterlicher Musik (6. bis 8. Juli 2018)
o Sommermusikakademie Hundisburg (5. bis 19. August 2018)

• Eröffnung des neuen Dommuseums „OTTONIANUM“ am 4. November 2018 in Magdeburg

• Vieles mehr: u.a. Domschatz-Nacht im Halberstädter Dom, Kaiserfrühling in Quedlinburg, Eröffnung mdr-Musiksommer im Magdeburger Dom, Kaiser-Otto-Fest in Magdeburg

Hintergrund zur Erweiterung:  
Die Landesregierung hat der durch einen Expertenbeirat empfohlenen Erweiterung der „Straße der Romanik“ im Mai 2017 zugestimmt. Zusätzlich zur St. Petri-Kirche wurden aufgenommen: die Dorfkirche Altjeßnitz (Landkreis Anhalt-Bitterfeld), das Marienkloster Münzenberg in Quedlinburg, das Kloster Wendhusen in Thale, die Kirche St. Johannis in Wernigerode (alle Landkreis Harz), die Klosterkirche im Freyburger Ortsteil Zscheiplitz, die Burg Schönburg, die Margaretenkirche zu Steinbach und die Dorfkirche Flemmingen (alle Burgenlandkreis) sowie die Dorfkirche St. Michael in St. Micheln (Saalekreis).





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