Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung - Pressemitteilung Nr.: 028/2018

Magdeburg, den 28. April 2018

Minister übergibt Schilder / Netzwerk wächst um 9 auf insgesamt 50 Parks
„Gartenträume“: Willingmann nimmt Schlosspark Pretzsch und Kurpark Bad Schmiedeberg auf


„Sachsen-Anhalt kann auch Garten – und das schon seit Jahrhunderten! Durch das Netzwerk ‚Gartenträume‘ zählt unser reiches gartenkulturelles Erbe zu den Erfolgsfaktoren für den Tourismus. Von den rund 1.000 Gartendenkmalen im Land sind die 50 schönsten im Netzwerk verbunden. Neu dabei sind auch zwei Anlagen aus dem Landkreis Wittenberg: Schloss und Schlosspark Pretzsch sowie der Kurpark Bad Schmiedeberg. Sie stehen beispielhaft für die Verbindung von schöner Natur, eindrucksvoller Landschaftsarchitektur und gelungener Denkmalpflege. Davon profitieren die Einwohner und der Tourismus.“ Das sagte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann heute zur offiziellen Aufnahme der Parks in das Netzwerk „Gartenträume“. Dazu übergab er die grün-weißen Hinweis-Schilder.

Der Schlosspark Pretzsch ist von Christiane Eberhardine, polnische Königin und Gemahlin August des Starken, zu Beginn des 18. Jahrhunderts als barocker Lustgarten angelegt worden. Der Park ist ein „Wiederholungstäter“ – er war von 2000 an wegen seiner großen Bedeutung schon einmal Teil der „Gartenträume“, wurde aber 2010 aufgrund mangelnder Pflege aus dem Netzwerk genommen. Nach der Flut 2013 haben sich viele Menschen vor Ort für eine denkmalgerechte Wiederherstellung stark gemacht, so dass der Park insbesondere nach der Sanierung, die 2019 abgeschlossen sein soll, wieder touristisch vermarktet werden kann.

Der Kurpark Bad Schmiedeberg wurde Ende der 1870-er Jahre im Zuge der Gründung des „Städtischen Eisenmoorbades“ als Attraktion und zur Erholung der Kurgäste geschaffen sowie in den Folgejahren mehrfach erweitert. Im Kurpark sind verschiedene Heilmittel erlebbar: Neben Moorbeeten und einer Moorküche gibt es Trinktempel und ein Brunnenhaus, in denen drei Heilwasser genutzt werden können, sowie zwei Kneipp-Becken. Zudem existieren zahlreiche Themengärten und ein Wasserspiel, das abends farbig illuminiert wird.
Die bedeutendsten Gärten und Parks des Landes werden seit 2000 unter dem Motto „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“ beworben. Die Landesregierung hatte im Oktober 2017 beschlossen, das Netzwerk um neun Anlagen zu erweitern – damit umfasst es insgesamt 50 historische Gärten und Parks, die jährlich von rund zwei Millionen Gästen besucht werden.

Neben Schloss und Schlosspark Pretzsch sowie dem Kurpark Bad Schmiedeberg wurden neu aufgenommen:
• Kloster und Klostergärten Michaelstein in Blankenburg (Landkreis Harz),
• Brockengarten (Landkreis Harz),
• Kloster und Schlosspark Ilsenburg (Landkreis Harz),
• Kurpark Bad Dürrenberg (Saalekreis),
• Barockgarten und Landschaftspark St. Ullrich in Mücheln (Geiseltal) (Saalekreis),
• Goethepark, Weinberg und Flickschupark in Burg (bei Magdeburg) (Landkreis Jerichower Land),
• Gutspark und Bismarck-Museum in Schönhausen (Elbe) (Landkreis Stendal).

Weitere Informationen gibt es unter: www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de.





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