Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung - Pressemitteilung Nr.: 044/2018

Magdeburg, den 29. Juni 2018

Minister übergibt Schild / Netzwerk wächst um 9 auf insgesamt 50 Parks
Brockengarten neu im „Gartenträume“-Netzwerk / Willingmann: „Gleich mehrfach ein Highlight“


Mit Volldampf in die „Gartenträume“: Nach einer Fahrt mit der Brockenbahn hat Minister Prof. Dr. Armin Willingmann heute den Brockengarten offiziell in das landesweite, im Jahr 2000 eingerichtete Tourismus-Netzwerk aufgenommen. Auf Sachsen-Anhalts höchstem Gipfel überreichte er das Logo-Schild an den Leiter des Nationalparks Harz, Andreas Pusch, und an den Leiter des Brockengartens, Dr. Gunter Karste. Die Landesregierung hatte im Oktober 2017 beschlossen, die touristische Markensäule „Gartenträume“ um neun Orte zu erweitern. Damit umfasst das Netzwerk insgesamt 50 historische Gärten und Parks, die jährlich von schätzungsweise rund zwei Millionen Gästen besucht werden.

Willingmann sagte: „Der Brockengarten ist ein echtes Highlight unserer Gartenträume – und das gleich mehrfach. So liegt er einerseits auf mehr als 1.100 Metern auf dem höchsten Harz-Gipfel und gehört andererseits zu den ältesten arktisch-alpinen Gärten Europas. Schließlich wurde er bereits 1890 von der Universität Göttingen angelegt. Wer den Brocken besucht, der sollte auch einen Rundgang durch den Brockengarten machen und die erstaunliche Pflanzenwelt aus verschiedenen Hochgebirgs-Regionen der Welt entdecken.“

Der Brockengarten wurde 1890 vom damaligen Direktor des Botanischen Gartens der Georg-August-Universität Göttingen, Prof. Dr. Albert Peter, angelegt. Die dafür benötigte Fläche von rund 4.600 m² stellte das Fürstenhaus zu Stolberg-Wernigerode zur Verfügung. Der Garten hat eine bewegte Geschichte hinter sich: In Folge der Weltkriege ruhten die Arbeiten jahrelang, ebenso wie in der Zeit, als der Brocken militärisches Sperrgebiet war. Nach der Wende wurden die ehemals bewirtschafteten Flächen durch die Universitäten Halle und Göttingen sowie den Nationalpark Harz neu angelegt. Heute können die jährlich rund 8.000 Besucher bei einer Führung wieder ca. 1.500 Pflanzenarten aus Hochgebirgs-Regionen erleben.

Der Leiter des Nationalparks Harz, Andreas Pusch, sagte, „nirgendwo sonst im Nationalpark treffen die Ansprüche verschiedenster Nutzergruppen und der notwendige Schutz der einmaligen Natur so direkt aufeinander wie auf dem Brockengipfel. Der Brockengarten steht beispielhaft für die Vereinbarkeit des Schutzes der sensiblen Lebensräume von Brockenanemone und Ringdrossel mit der Aufgabe Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Auf dem einzigen von Natur aus waldfreien Gipfel deutscher Mittelgebirge zeigt dieser attraktive botanische Garten, wie die Pflege besonderer Habitate, der Artenschutz und die Betreuung der vielen Besucher miteinander verbunden werden können. Die Aufnahme des Brockengartens in das Netzwerk „Gartenträume“ ist dabei eine wunderbare Anerkennung der Arbeit des Nationalparks an diesem besonderen Ort.“

Matthias Wagener, Geschäftsführer Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), erklärte: „Wir freuen uns sehr über diese besondere Würdigung des Brockengartens und die damit verbundene weitere Aufwertung eines der beliebtesten Reiseziele unseres Landes für die Gäste aus Nah und Fern.“

Hintergrund:
Die bedeutendsten Gärten und Parks des Landes werden seit 2000 unter dem Motto „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“ beworben. Neben dem Brockengarten wurden neu aufgenommen:

• Goethepark, Weinberg und Flickschupark in Burg (bei Magdeburg) (Landkreis Jerichower Land),
• Klosterlandschaft und Klostergärten Michaelstein (Landkreis Harz),
• Kloster und Schlosspark Ilsenburg (Landkreis Harz),
• Kurpark Bad Dürrenberg (Saalekreis),
• Barockgarten und Landschaftspark St. Ullrich in Mücheln (Geiseltal) (Saalekreis),
• Schloss und Schlosspark Pretzsch (Landkreis Wittenberg)
• Kurpark Bad Schmiedeberg (Landkreis Wittenberg)
• Gutspark und Bismarck-Museum in Schönhausen (Elbe) (Landkreis Stendal).





Impressum:

Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg

Tel.: +49 391 567-4316
Fax: +49 391 567-4443
E-Mail: presse@mw.sachsen-anhalt.de
Web: www.mw.sachsen-anhalt.de