Ministerium für Justiz und Gleichstellung - Pressemitteilung Nr.: 026/2018

Magdeburg, den 25. Juli 2018

Neue Kolleginnen und Kollegen für den Justizvollzug ernannt

Justizstaatssekretär Hubert Böning hat heute im Rahmen einer gemeinsamen Feierstunde jungen Beamtinnen und Beamten des Justizvollzugs ihre Ernennungsurkunden überreicht.

Im Einzelnen handelt es sich um 32 Obersekretäranwärter/-innen im Justizvollzugsdienst, die ihren Vorbereitungsdienst erfolgreich zum 31.07.2018 beenden und sodann nahtlos in das Beamtenverhältnis auf Probe übernommen werden. 26 erfolgreiche Bewerber/-innen werden zum 01.08.2018 unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf in den Vorbereitungsdienst der Laufbahn des Allgemeinen Justizvollzugsdienstes eingestellt. Weitere 5 erfolgreiche Bewerber/-innen werden ebenfalls zum 01.08.2018 in den Vorbereitungsdienst der Laufbahn des Allgemeinen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes bei Justizvollzugseinrichtungen eingestellt.

Staatssekretär Böning erklärte hierzu:
„Die Arbeit im Strafvollzug ist darauf ausgerichtet, Inhaftierte auf ein Leben in Freiheit ohne erneute Straftaten vorzubereiten. Ob diese Resozialisierung gelingt, hängt ganz entscheidend von Ihnen ab. Sie haben sich für einen anspruchsvollen und verantwortungsvollen Beruf entschieden und ich bin überzeugt, dass Sie sich richtig entschieden haben. Ob in Dienstkleidung oder Zivil, ob im Allgemeinen Justizvollzugsdienst oder in der Verwaltung – wir bieten jungen Frauen und Männern die Chance, in einem spannenden Beruf zu arbeiten. Besonders hervorzuheben ist, dass in diesem Jahr überdurchschnittlich viele, nämlich 20 Absolventen ihre Laufbahnprüfung mit einem „guten“ Ergebnis abgeschlossen haben. Ich denke, dieses Ergebnis verdeutlicht unser hohes Ausbildungsniveau, das sich wirklich sehen lassen kann.

Besonders freut mich, dass die verstärkten Anstrengungen zur Nachwuchsgewinnung im Justizvollzug mittlerweile so viele Früchte tragen. In den letzten Jahren gehen wir neben den klassischen Verfahren durch Ausschreibungen in Zeitungen und im Internet direkt auf Bewerberinnen und Bewerber zu und präsentieren den Justizvollzug im Land Sachsen-Anhalt dem potenziellen Nachwuchs als attraktiven Arbeitgeber.

Dafür haben wir die Öffentlichkeitsarbeit erheblich ausgeweitet und etwa im Rahmen von Berufsbildungsmessen oder Berufsinformationsveranstaltungen geworben. Gerade der persönliche Kontakt mit Bediensteten hat auch vielen von Ihnen die Möglichkeit gegeben, einen Einblick in die Tätigkeit des Justizvollzugs gewinnen zu können. In diesem Jahr haben wir die aktuelle Kampagne „#BeaJVD“ (www.beajvd.sachsen-anhalt.de) zur Gewinnung von Nachwuchs gestartet. Mit diesen Maßnahmen ist es uns erfolgreich gelungen, die Ausbildungszahlen deutlich zu erhöhen. Somit wird auch künftig unverzichtbarer Nachwuchs für die gesamtgesellschaftlich wichtigen Aufgaben des Justizvollzuges bereit stehen und seinen Beitrag zur Sicherheit in unserem Land leisten. Auch für die Folgejahre ist ebenfalls eine erhebliche Anzahl von Neueinstellungen geplant.“

Hintergrund:
Beamtinnen und Beamte des Allgemeinen Justizvollzugsdienstes sind in den Justizvollzugseinrichtungen des Landes in Burg, Halle, Raßnitz und Volkstedt für die Betreuung, Versorgung und Beaufsichtigung der Gefangenen zuständig. Zudem unterstützen sie die besonderen Fachdienste bei der Behandlung der Gefangenen.

Bedienstete der Laufbahn des Allgemeinen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes nehmen in den Justizvollzugseinrichtungen Aufgaben des mittleren Managements wahr und verfügen in ihrem Tätigkeitsbereich über eine große Verantwortung und hohe Entscheidungskompetenz.





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