Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 160/2018

Magdeburg, den 17. Dezember 2018

Mehr als fünf Millionen Euro für Stadtentwicklung in Zeitz und Naumburg

Die Städte Zeitz und Naumburg (Burgenlandkreis) erhalten in diesem Jahr Bewilligungsbescheide der Städtebauförderung über insgesamt rund 5,2 Millionen Euro. „Mit der finanziellen Unterstützung von Bund und Land können weitere Vorhaben zur Stadterneuerung und Stadtsanierung in Zeitz und Naumburg umgesetzt werden“, erklärte Sachsen-Anhalts Bauminister Thomas Webel heute bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide an die Oberbürgermeister Christian Thieme und Bernward Küper. Durch die Kombination der verschiedenen Programme sei es in den vergangenen Jahren bereits gelungen, in beiden Kommunen zahlreiche Gebäude, Straßen und Plätze umfassend zu sanieren und mit neuem Leben zu erfüllen.

Für Zeitz stehen Fördermittel in Höhe von mehr als 920.000 Euro aus drei Programmen zur Verfügung.

Die rund 386.000 Euro aus dem Stadtumbau-Programm sind für Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten am ehemaligen „ZeKiWa“-Werk und die Sicherung eines Gebäudes in der Steinstraße vorgesehen.

Im Rahmen der Förderung des Städtebaulichen Denkmalschutzes werden knapp 255.000 Euro bewilligt, die unter anderem für die Fassadensanierung an der Michaeliskirche ausgegeben werden sollen.

Aus dem Programm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren stammen rund 280.000 Euro, die für Instandsetzungsmaßnahmen an einem Gebäude in der Kramerstraße eingeplant sind.

Gleich aus vier Förderprogrammen stellen Bund und Land in diesem Jahr rund 4,24 Millionen Euro für die weitere städtebauliche Entwicklung von Naumburg zur Verfügung.

Mehr als 1,7 Millionen Euro kann die Saalestadt aus dem Stadtumbau-Programm abrufen. Damit wird unter anderem die Sanierung der nördlichen Abwasserableitung in der Halleschen Straße gefördert.

Das Geld aus dem Programm Soziale Integration im Quartier (rd. 1,68 Mio. Euro) ist für die Sanierung der Bergschule in Bad Kösen sowie die Umnutzung des ehemaligen Rathauses zur Begegnungsstätte vorgesehen.

Mit Hilfe der Fördermittel für den Städtebaulichen Denkmalschutz (rd. 800.000 Euro) sollen zum Beispiel die Zufahrt zum Oberlandesgericht und die Straße „Hinter dem Dom“ grundhaft saniert werden.

Die Instandsetzung der Trinkhalle im Kurpark von Bad Kösen wird mit rund 47.000 Euro aus dem Programm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren finanziell unterstützt.

Für die Förderung der städtebaulichen Entwicklung in den Kommunen des Landes stünden in diesem Jahr gut 100 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung, gab Minister Webel einen Gesamtüberblick für Sachsen-Anhalt. „Die Programme helfen bei der Beseitigung städtebaulicher Missstände, beim notwendigen Stadtumbau, aber auch bei der Sicherung und Erhaltung historischer Stadtkerne“, betonte Webel. Zugleich trage die Förderung dazu bei, benachteiligte Quartiere voranzubringen und die Innenstädte gezielt zu stärken. Durch die Programme sei in den Städten Sachsen-Anhalts ein weit reichender Prozess zur Anpassung an den wirtschaftlichen und demografischen Wandel in Gang gesetzt worden, fügte der Minister hinzu. Zudem ziehe jeder Fördereuro erfahrungsgemäß ein Vielfaches an Investitionen nach sich.

Die jeweils zur Hälfte von Bund und Land bereitgestellten Mittel fließen in folgende Programme:

·         Stadtumbau (rd. 42,27 Mio. Euro)

·         Städtebaulicher Denkmalschutz, Sicherung und Erhaltung historischer Stadtkerne (rd. 23,35 Mio. Euro)

·         Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt (rd. 13,15 Mio. Euro)

·         Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (rd. 6,53 Mio. Euro)

·         Kleinere Städte und Gemeinden - Netzwerke und überregionale Zusammenarbeit (rd. 6,81 Mio. Euro)

·         Zukunft Stadtgrün (rd. 1,12 Mio. Euro)

·         Investitionspakt Soziale Integration im Quartier (rd. 6,81 Mio. Euro)





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