Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung - Pressemitteilung Nr.: 090/2018

Magdeburg, den 21. Dezember 2018

Netzbetreiber Heuer & Sack investiert 3 Mio. € / Zunächst 500 Haushalte
Willingmann startet Gigabit-Netz in Wernigerode: „Wichtige Investition in die digitale Zukunft“


Schicke Fachwerkhäuser, das fast 750 Jahre alte Rathaus und ein imposantes Schloss machen Wernigerode (Landkreis Harz) zum Besuchermagneten. Doch hinter der Mittelalter-Fassade schlägt auch ein kräftiges digitales Herz.


Aktuell können gut 91 Prozent der Wernigeröder Haushalte mit 50 Mbit/s und mehr im Internet surfen – deutlich mehr als im Landkreis Harz (62,7%) und in Sachsen-Anhalt insgesamt (59,5%). In den Wohngebieten „Stadtfeld“ und „Burgbreite“ erreicht das Highspeed-Internet jetzt ganz neue Dimensionen. Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann gab heute gemeinsam mit den Geschäftsführern des Kabelnetz-Betreibers Heuer & Sack, Lothar Heuer und Andreas Sack, sowie Oberbürgermeister Peter Gaffert den Startschuss für ein neues Gigabit-Netz.


Zunächst 500 Haushalte können ab sofort mit einem Gigabit (1.000 Mbit) pro Sekunde im Internet surfen – das ist etwa 20-mal schneller als bisher. Auch drei Schulen könnten vom Ausbau profitieren – Heuer & Sack hat angeboten, sie kostenlos zu erschließen. In den Glasfaserausbau investiert der Kabelnetz-Betreiber rund drei Millionen Euro – und das ohne einen einzigen Fördereuro.


Willingmann: „Das neue Gigabit-Netz ist eine wichtige Investition in die digitale Zukunft. Ich freue mich, dass dieser Ausbau von einem Unternehmen aus und für Wernigerode umgesetzt wird. Die starke Verbindung zur Stadt zeigt sich auch am Angebot, drei Schulen im Gebiet des Gigabit-Netzes schnell und kostenlos mit Glasfaser zu erschließen. Dies unterstütze ich ausdrücklich.“


Geschäftsführer Andreas Sack fügte hinzu: „Wer erreichen will, dass der Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Internets schnell vorankommt, der muss Angebote für die Kunden schaffen. Nur so entsteht eine Nachfrage nach neuen Anwendungen und damit jene Dynamik, die wir auf diesem Gebiet brauchen, um international mitzuhalten.“


Zeitgleich mit der Inbetriebnahme des neuen Gigabit-Netzes hat Heuer & Sack drei im Versorgungsgebiet liegenden Schulen ein besonderes Angebot gemacht. In einem Brief an die Schulleiter der Grundschule Stadtfeld, der Sekundarschule Burgbreite und des Gymnasiums Stadtfeld hat das Unternehmen angeboten, die Schulen kostenlos an das Glasfasernetz anzuschließen und darüber hinaus ein Jahr lang alle Gebühren zu übernehmen. Sollten die Schulträger (Stadt Wernigerode und Landkreis Harz) dem zustimmen, könnten die Anschlüsse kurzfristig realisiert werden, da das Glasfasernetz bereits „am Schultor“ anliegt.


Geschäftsführer Lothar Heuer sagte dazu: „Ein Hochgeschwindigkeits-Internetanschluss sollte für jede Schule so schnell wie möglich Standard werden. Die Wirtschaft muss nicht immer darauf warten, bis die Politik die Weichen stellt. Vielmehr wollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten schon jetzt einen Beitrag dazu leisten. Das verstehen wir auch als unternehmerische Verantwortung für unsere Region.“


Hintergrund:
Die 1990 gegründete Heuer & Sack GbR beschäftigt 20 Mitarbeiter und versorgt in der Region Wernigerode rund 10.000 Haushalte mit Internet, Kabelfernsehen und Telefon.

Land, Bund und EU fördern den Breitbandausbau im Landkreis Harz mit insgesamt knapp 7,3 Millionen Euro. Zur Ergänzung der Investitionen privater Netzbetreiber stehen in ganz Sachsen-Anhalt rund 300 Millionen Euro zur Verfügung. Durch Kombination der Fördertöpfe von EU, Bund und Land beträgt der kommunale Eigenanteil höchstens 10 Prozent. Finanzschwache Kommunen können sogar 100 Prozent Förderung erhalten. Privathaushalte werden mit Download-Geschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde angeschlossen – Unternehmen in Gewerbegebieten erhalten symmetrische 100 Mbit pro Sekunde (jeweils Up- und Download).


Aktuelle Informationen zu Breitbandausbau und Digitalisierung in Sachsen-Anhalt gibt es auch auf dem Twitter-Kanal des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung unter www.twitter.com/mwsachsenanhalt.






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