Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 037/2019

Magdeburg, den 22. Januar 2019

Reform der Pflegeberufe soll Ausbildung attraktiver machen

Im Zuge der Reform der Pflegeberufe soll die Zahl der Ausbildungsplätze in Sachsen-Anhalt deutlich wachsen. „Pflegeberufe müssen attraktiver werden“, sagt Sozialministerin Petra Grimm-Benne. „Die Reform der Pflegeberufe wird dazu beitragen.“ Der jetzt anstehende Umbau des Systems solle genutzt werden, die Zahl der Ausbildungsplätze in Sachsen-Anhalt sukzessive um mehr als ein Viertel auf 4.500 zu erhöhen. Der Bund hatte beschlossen, die bisherigen Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Kranken- wie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege in einer neuen generalistischen Ausbildung zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann zusammenzufassen. Damit wird auf die demografische Entwicklung und drohenden Fachkräftemangel reagiert.

Grimm-Benne: „Derzeit gibt es in Sachsen-Anhalt 450 ausbildende Einrichtungen und 65 Pflegeschulen mit ca. 3.500 Schülern. Im Zuge der Pflegeberufereform soll die Zahl der Auszubildenden schrittweise auf 4.500 erhöht werden.“ Mit der Reform werde die Ausbildung in der Pflege vollkommen neu geregelt. „Fast nichts wird mehr so sein, wie wir es kennen. Neue Ausbildungsinhalte, neue Abschlüsse und Qualifikationen, neue Finanzierungswege sind nur einige der Herausforderungen.“ Zudem müsse es gelingen, viele junge Menschen für die neue Ausbildung zu gewinnen, damit der Pflegebedarf auch in den kommenden Jahren gedeckt werden könne.

Die vor dem Hintergrund des demografischen Wandels angeschobene Reform sei komplex, aber ein wichtiger Schritt, um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen, sagte Grimm-Benne. Der Stand der Vorbereitungen in Sachsen-Anhalt war heute Thema in einer Sonderberatung des Kabinetts mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen und den Kommunalen Spitzenverbänden. Sozial-, Bildungs- und Wissenschaftsministerium, weitere Behörden und zahlreiche Akteure des Gesundheitswesens sind eingebunden. Grimm-Benne: „Ich bin froh, dass wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen in so kurzer Zeit schon ein gutes Stück vorangekommen sind. Möglich war dies nur, weil viele konstruktiv an diesem Prozess mitarbeiten.“





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