Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung - Pressemitteilung Nr.: 007/2019

Magdeburg, den 23. Januar 2019

Stärkerer Fokus auf Zukunftsbranchen und -märkte
Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt wird neu ausgerichtet


Die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt (IMG) kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurückblicken. Das geht aus der Leistungsbilanz hervor, die Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann gemeinsam mit dem IMG-Geschäftsführer Thomas Einsfelder am Mittwoch in Magdeburg vorgestellt hat. Danach sind im vergangenen Jahr 40 Entscheidungen für Neu- und Erweiterungsprojekte von Unternehmen zugunsten Sachsen-Anhalts ausgefallen, die Investitionen von insgesamt 615 Millionen Euro auslösen werden, 1.441 Arbeitsplätze sichern und 1.085 Arbeitsplätze neu schaffen. Hinzu kommen weitere 45 von der IMG begleitete Vorhaben von Unternehmen, die 2018 erfolgreich umgesetzt worden sind. Mit diesen einher gingen Investitionen in Höhe von 528 Millionen Euro; 2.542 Arbeitsplätze wurden gesichert, 687 neu geschaffen.

„Die Investitions- und Marketinggesellschaft kann eine respektable Bilanz vorweisen“, betont Wirtschaftsminister Willingmann. „Gleichzeitig besteht die Notwendigkeit, die IMG angesichts geänderter Rahmenbedingungen und neuer Herausforderungen organisatorisch zu straffen und ihr Aufgabenprofil zu schärfen.“ Die IMG wird sich im Rahmen ihrer Neuausrichtung auf zwei Kernaufgaben konzentrieren: die Stärkung der Wirtschaftskraft des Landes durch gezielte Investorenwerbung und Unternehmensbetreuung sowie die Stärkung des Landesimages durch zeitgemäßes Marketing für den Lebens-, Wirtschafts- und Tourismusstandort Sachsen-Anhalt.

„Die Zeiten, in denen im Wesentlichen mit freien Flächen und niedrigen Löhnen geworben wurde, sind vorbei“, erläutert Willingmann mit Blick auf das Standortmarketing. „Die IMG wird ihre Marketingmaßnahmen gezielt auf Zukunftsbranchen wie Chemie, Bioökonomie und Medizintechnik richten, wird sich enger mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Clustern sowie den regionalen Akteuren der Wirtschaftsförderung vernetzen müssen. Denn die IMG muss potenziellen Investoren aufzeigen können, woher sie gerade in Zeiten des wachsenden Fachkräftemangels die passenden Fachkräfte rekrutieren und mit welchen Einrichtungen sie Forschungs- und Entwicklungsprojekte vorantreiben könnten.“ Um die Wirtschaftskraft des Landes nachhaltig zu stärken, bestehe ein wesentliches Ziel des Standortmarketings künftig darin, Investoren zu werben, die hochwertige Arbeitsplätze im Land schaffen.

Damit die Neuausrichtung erfolgreich umgesetzt werden kann, hat der Landtag im Rahmen der Haushaltsaufstellung bereits beschlossen, das Budget der IMG für das Jahr 2019 um 550.000 Euro auf insgesamt 6,35 Millionen Euro zu erhöhen. Die IMG hat zurzeit eine Personalstärke von 38 Mitarbeitern. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen der Neuausrichtung beschlossen, die Mitarbeiterstärke vorerst befristet um drei zu erhöhen. Darüber hinaus stellt die IMG Marc Pappert zum 15. März 2019 als neuen Bereichsleiter für den Investorenservice ein. Pappert war bislang als Bereichsleiter Unternehmensservice der Berliner Bezirke tätig.

IMG-Geschäftsführer Einsfelder betont: „Es geht jetzt darum, Wirtschaftsförderung und Marketing Hand in Hand zu modernisieren. Gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen, mit Partnern aus Wissenschaft, Hochschulen und den Regionen bilden wir starke Netzwerke und identifizieren, wo es sinnvolle Ansätze gibt, die Wertschöpfungsketten in unseren Leitmärkten zu verdichten. Hier setzen wir dann an, um zielgerichtet technologiegetriebene Unternehmen zu gewinnen, die zukunftssichere Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt schaffen.“

Mit Blick auf die zweite wichtige Kernaufgabe der IMG, die Stärkung des Landesimages, sagt Einsfelder: „Das Bauhausjubiläum werden wir nutzen, um die Strahlkraft des Landes im internationalen Standortwettbewerb nachhaltig zu erhöhen. Eckpunkte sind im Tourismusmarketing – wie auch beim Standortmarketing und in der Investorenansprache – Fokus, Kontinuität, Vernetzung und Innovation.“





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