Bildungsministerium - Pressemitteilung Nr.: 003/2019

Magdeburg, den 28. Januar 2019

Bildungsminister Tullner eröffnet Kooperation mit der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem

Im direkten Bezug zum internationalen Holocaust-Gedenktag beginnt heute eine Kooperation zwischen der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem und dem Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt. Diese wurde formal bereits im September 2017 durch eine gemeinsame Absichtserklärung geschlossen.

Gemeinsam mit der Leiterin der Europaabteilung der Holocaust-Gedenkstätte, Richelle Budd Caplan, eröffnete Bildungsminister Marco Tullner den ersten Fortbildungskurs für Lehrkräfte aus Sachsen-Anhalt in Israel. „Ich freue mich, dass die Absichtserklärung nun durch konkrete Maßnahmen mit Leben erfüllt wird. Die Kooperation wird dauerhaft dafür sorgen, dass die gegenseitigen Beziehungen intensiviert und regelmäßig Lehrkräfte in Yad Vashem qualifiziert werden“, erklärte Bildungsminister Marco Tullner.

 

Im Zentrum der ersten Maßnahme steht ein gemeinsames Fortbildungsangebot für Lehrkräfte im Sinne einer pädagogischen Vermittlung von Fragen des Holocaust und der jüdischen Nachkriegskultur. Ergänzung findet dieses Angebot durch sich ergebene Einblicke in die Lebenswirklichkeit Israels.

 

Am Nachmittag werden Bildungsminister Tullner und die Lehrkräfte in einer gemeinsamen Zeremonie der Opfer des Holocausts gedenken.

„Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch die nationalsozialistische Diktatur ist ein Kapitel ohne Beispiel in der Geschichte der Menschheit, besonders aber der deutschen Geschichte. Es ist unsere Verantwortung dafür zu sorgen, dass die Erinnerung an diesen Verrat an der Menschheit und der Menschlichkeit niemals verblasst. Eine Aufgabe, die ich gesamtgesellschaftlich begreife, die aber insbesondere einen Platz in den Schulen und im Unterricht einnehmen muss“, sagte Minister Tullner.

 

 

Hintergrund:

Die Fortbildungsmaßnahmen finden im Rahmen der „International School for Holocaust Studies“ statt. Die Lehrkräfte werden in verschiedenen Einheiten sowohl fachlich als auch didaktisch qualifiziert.

Die Zusammenarbeit basiert auf einer Rahmenvereinbarung, die bereits im Jahr 2013 durch den damaligen Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Stephan Dorgerloh, initiiert wurde. Die Kooperationsvereinbarung zwischen der Gedenkstätte Yad Vashem und dem Land Sachsen-Anhalt wurde im September 2017 im Rahmen des Schülerprojekttages „Israel – anders kennen lernen“ unterzeichnet.





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