Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 114/2019

Magdeburg, den 12. März 2019

Grimm-Benne: Landarztquote hilft, hausärztliche Versorgung zu sichern

 

Das Kabinett hat den Gesetzentwurf zur so genannten Landarztquote an den Landtag überwiesen. Vorgesehen ist, bis zu 20 der landesweit 400 Medizinstudienplätze in Magdeburg und Halle pro Jahr für angehende Landärzte zu reservieren. „Das ist ein weiterer Baustein, um eine gute wohnortnahe hausärztliche Versorgung dauerhaft sicher zu stellen“, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. Sie sprach von einem wichtigen Signal, „auch wenn wir die Erfolge des Programms erst in vielen Jahren sehen werden“.

 

Die Auswahl der Studierenden wird über die Kassenärztliche Vereinigung laufen. Ziel ist, erstmals zum Wintersemester 2020/21 Plätze zu vergeben. Interessenten verpflichten sich mit der Aufnahme des Studiums vertraglich, nach Abschluss der Facharztausbildung zehn Jahre lang als Allgemeinmediziner in Gebieten in Sachsen-Anhalt tätig zu sein, in denen es zu wenige Hausärzte gibt oder in denen Unterversorgung droht. Wird der Vertrag nicht eingehalten, drohen bis zu 250.000 Euro Vertragsstrafe.

 

Nach Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung werden im Jahr 2032 landesweit 262 Allgemeinmediziner fehlen. Aktuell ist in Sachsen-Anhalt fast jeder sechste Hausarzt älter als 65 Jahre. Ende 2025 werden nahezu die Hälfte der Ärzte dieses Alter erreicht haben.

 

 

 

 

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