Ministerium für Inneres und Sport - Pressemitteilung Nr.: 069/2019

Magdeburg, den 2. Oktober 2019

Minister Holger Stahlknecht würdigt besondere Leistungen und Verdienste im Sport

Sachsen-Anhalts Minister für Inneres und Sport, Holger Stahlknecht, hat heute in Magdeburg 14 Ehrenamtliche ausgezeichnet, die sich im Bereich des Sports besonders verdient gemacht haben. Zum Kreis der Ausgezeichneten gehörten außerdem sieben Einzelsportlerinnen bzw. Einzelsportler sowie der Rollstuhl-Basket-Club 96 Halle e. V.

Mit der Veranstaltung sollen diejenigen in den Sportorganisationen eine besondere Würdigung erfahren, die durch ihr hohes Engagement einen wertvollen Beitrag für den Sport leisten und dabei eher abseits der öffentlichen Wahrnehmung stehen.

Neben den Ehrenamtlichen gehören dazu auch aktive Sportlerinnen und Sportler, die große Erfolge erzielt oder beeindruckende Leistungen erbracht haben. So zum Beispiel die erst dreizehnjährige Anna Maria Börstler vom SC Magdeburg e. V., die im Jahr 2018 bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften den 1. Platz im Mehrkampf der Schwimmerinnen belegte. Zudem erschwamm sie in den letzten drei Jahren insgesamt drei Deutsche Altersklassenrekorde und acht Landesrekorde. Ausgezeichnet wurde auch Heinz Liebert, welcher bereits seit 65 Jahren Mitglied in der Schachabteilung des USV Halle e. V., vormals HSG Wissenschaft Halle, ist und sich seit Jahrzehnten im Nachwuchsbereich als Trainer und Übungsleiter engagiert.

Innenminister Holger Stahlknecht: „Die Ehrungsveranstaltung hat mittlerweile Tradition. Zum siebenten Mal wurden Ehrenamtliche sowie Sportlerinnen und Sportler für ihre besonderen Erfolge und Verdienste im Sport ausgezeichnet. Mein Respekt gilt all denen, die mit ihren Leistungen und ihrem Einsatz nicht nur sich selbst und ihrem Verein alle Ehre machen, sondern auch unserem Land Sachsen-Anhalt. Es war mir auch in diesem Jahr wieder ein großes Anliegen, mich bei allen persönlich dafür zu bedanken.“

Die Ehrungsveranstaltung wurde vom Ministerium für Inneres und Sport im Jahr 2013 initiiert und findet seitdem jährlich statt.

Im ehrenamtlichen Bereich erhielten in diesem Jahr nachfolgende Personen eine Auszeichnung:

-     Uwe Fromme, Kanu-Club Jeßnitz/Anhalt e. V.

-     Olaf Wiedfeldt, Ruderclub Alt-Werder Magdeburg e. V.

-     Ingrid Frank, SV "Pädagogik" Schönebeck e. V.

-     Jürgen Schulze, TSV Leuna e. V.

-     Karl-Heinz Wieker, Schützengesellschaft Börnecke e. V.

-     Uschi Emmerich-Elsner, KSB Börde e.V.; Reit- und Fahrverein Breitenrode e. V.

-     Ehepaar Dr. Christel Schimmel und Dr. Karl-Heinz Schimmel, Tanzclub Schwarz-Silber e. V.

-     Ekkehard Wulfänger, SV Germnia Klietz e. V.

-     Joachim Barse, Segeln 90 e. V. Seeburg e. V.

-     Uwe Pape, FSV "Heide Letzlingen e. V.

-     Christian Bühnemann, SV Mildensee von 1915 e. V.

-     Willi Knorr, Klosterhäseler e. V.

-     Horst Rettschlag, VfL Gehrden e. V.

-     Marianne Schulze, TSV Griebo e. V.

Die Vorschläge für die zu Ehrenden erfolgten über die Kreis- und Stadtsportbünde.

Im sportlichen Bereich wurden in diesem Jahr in fünf Kategorien folgende Sportlerinnen und Sportler geehrt:

-      Mannschaft mit besonderer Courage: Rollstuhl-Basket-Club 96 Halle e. V. (RBC 96); hat sich in besonderer Weise der Inklusion von Menschen mit Behinderungen verschrieben und bietet sinnvolle Sportangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Rollstuhlbasketball wird als integrativer Sport für Menschen mit und ohne Behinderung angeboten und ist als Rehabilitationssport anerkannt. Der RBC 96 spielte seit der Saison 1998/99 wettkampfmäßig in der Landesliga Nord Gruppe Ost und schaffte 2004 den Aufstieg in die norddeutsche Oberliga.

-      Sportler mit längster aktiver Zeit: Heinz Liebert, USV Halle e. V., spielte bereits mit elf Jahren Schach, nahm an zahlreichen nationalen und internationalen Schachwettkämpfen teil und gewann viele Meistertitel. Unter anderem wurde er 1956 Überraschungssieger beim internationalen Schachturnier in der Mongolei und sicherte sich 1966 den Zweiten Platz beim Rubinstein-Gedächtnisturnier in Polen. Er ist Träger des Titels „Internationaler Meister“ und engagiert sich schon seit Jahrzehnten in der Nachwuchsarbeit als Trainer und Übungsleiter.

-      Aktiv mit Handicap (weiblich): Philine Sturm, 18 Jahre, SG Einheit Halle e. V., entdeckte bereits mit drei Jahren ihre Leidenschaft für die doch eher männerdominierte Sportart Fußball. Sie gehört auch der Fußball- und Hockeymannschaft ihrer Ausbildungsstätte, dem Berufsbildungswerk Leipzig, an und spielt seit 2017 im Kader der Futsal-Frauennationalmannschaft (Mannschaft für gehörlose Frauen), mit der sie 2018 Vizeeuropameister wurde. Sie spielt sowohl in hörenden als auch in nichthörenden Vereinen stark sowie mit Zweitspielrecht für den Dresdner Gehörlosensportverein.

-      Aktiv mit Handicap (männlich): Horst Jautzke, SG Aufbau Elbe Magdeburg, ist seit 1959 in der Schachabteilung des Vereins aktiv, nahm an Wettkämpfen teil und betreute das Training der Senioren des Vereins. Seit 1973 lag der Schwerpunkt seiner Vereinstätigkeit in der Nachwuchsarbeit. Die sportliche Entwicklung der von ihm betreuten Kinder und Jugendlichen führte zu bemerkenswerten Einzel- und Mannschaftserfolgen; dazu zählen der Aufstieg der 1. Mannschaft in die überregionale Oberliga, Titelgewinne Deutscher Mannschaftsmeister U10, U12, U14 und U16 sowie 2015, 2017 und 2019 der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

-      Jüngste erfolgreiche Teilnehmerin: Anna Maria Börstler, 13 Jahre, SC Magdeburg e. V., gehört zu den großen Schwimmtalenten Deutschlands. Sie erzielte bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2018 den 1. Platz im Mehrkampf, stellte drei Deutsche Altersklassenrekorde auf, erschwamm acht Landesrekorde und gewann bei den diesjährigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaften zwei Gold- und zwei Silbermedaillen.

-      Jüngster erfolgreicher Teilnehmer: Pascal Rentsch,16 Jahre, VSB 1980 Magdeburg e. V., großes Nachwuchstalent im Paraschwimmen. Er hat 2018 als erster Para-Schwimmer mit einer geistigen Behinderung den D/C- Kaderstatus in Sachsen-Anhalt erhalten. Er erzielte bei den World Para Schwimmmeisterschaften in Italien Platzierungen zwischen sieben und zehn in seiner Altersklasse. Auch bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften gewann er viele Medaillen und stellte drei deutsche Rekorde über 400 Meter und 800 Meter Freistil sowie über 200 Meter Rücken auf. Er erreichte in diesem Jahr bei den Europäischen Paralympischen Jugendspielen in Finnland eine Bronzemedaille über 200 Meter und eine Silbermedaille über 400 Meter Freistil.

-      Für sich und andere aktiv (weiblich): Lucille Alsleben, 15 Jahre, SV Rot-Weiß 1923 Polleben e. V., tanzt seit ihrem dritten Lebensjahr Ballett, Jazz und Showdance. Sie fungiert bereits als Trainerin und hat die Sparte „Dance Devills“ gegründet, in der sie drei Tanzgruppen im Alter von vier bis 15 Jahren trainiert. Sie selbst tanzt bei den „Wizards“ mit, organisiert öffentliche Auftritte, entwirft Choreografien, die schon auf der Showbühne von Radio Brocken und MDR Sachsen-Anhalt zu sehen waren, initiierte zusammen mit ihren Sportmädels unter dem Motto: „Jugend macht Zukunft“ einen Tanz- und Sportnachmittag für die umliegenden Kindertagesstätten und hat mit einer Choreografie zum bekannten Lied „Glück auf, der Steiger kommt“ einen Beitrag zur Pflege der Bergbautradition im Mansfelder Land geleistet.

-           Für sich und andere aktiv (männlich): Lutz Förster, Behinderten- und Seniorensportverein Merseburg e. V. BSSV, ist seit über 50 Jahren eng mit dem Sport, insbesondere dem Handball verbunden. Er war von 1969 bis 1990 Trainer und Übungsleiter im Handball und Kreissportlehrer für den Kinder- und Jugendsport. 1990 gründete er den BSSV und leitete von Anfang an mit großem Herz die Geschicke des Vereins. Er ist seit 1990 Vizepräsident für Soziales und Gesundheitssport des Kreissportbundes Saalekreis.



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