Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung - Pressemitteilung Nr.: 091/2019

Magdeburg, den 21. Oktober 2019

IBG-Bilanz: Zusagevolumen steigt kontinuierlich auf 25 Mio. Euro pro Jahr
Willingmann: „Risikokapital ist ein wichtiger Wachstumsmotor für unsere Wirtschaft“


Die landeseigene IBG Beteiligungsgesellschaft hat im vergangenen Jahr mehr als 25 Millionen Euro Risikokapital in Form von Beteiligungen an Start-ups sowie Unternehmen mit Produkt- und Verfahrensinnovationen in Sachsen-Anhalt zugesagt. Im laufenden Jahr verzeichnet die bmp Ventures AG, in deren Händen das IBG-Management seit 2015 liegt, bis zum September 2019 bereits mehr als 21 Millionen Euro an Zusagen; man geht davon aus, das sehr gute Vorjahresergebnis möglicherweise noch zu übertreffen. Beides geht aus der Zwischenbilanz hervor, die bmp gemeinsam mit Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann am Montag in Magdeburg vorgestellt hat.

„Risikokapital ist ein wichtiger Wachstumsmotor für die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt“, erläuterte Willingmann. „Eine auskömmliche Finanzierung ist die Basis für jede Unternehmensgründung und das Wachstum am Markt.“ Die IBG Beteiligungsgesellschaft nehme hier für das Land und die Wirtschaft gleich in mehrfacher Hinsicht eine wichtige und erfolgreiche Rolle ein. „Mit ihren Beteiligungen trägt die IBG dazu bei, dass innovative Ideen Marktreife erlangen und in Sachsen-Anhalt neue, meist hochwertige Arbeitsplätze entstehen. Darüber hinaus gelingt es seit der 2015 erfolgten Übernahme des IBG-Managements durch bmp, verstärkt Start-ups und Unternehmen aus anderen Bundesländern von einer Ansiedlung in Sachsen-Anhalt zu überzeugen.“

Die Vergabe von Wagniskapital sei zwar zwangsläufig mit einem erhöhten Risiko verbunden, da nicht alle innovativen Ideen und Gründungen am Markt langfristig erfolgreich seien. „Üblicherweise wird hierbei eine Verlustquote von bis zu 30 Prozent einkalkuliert. Dies ist insbesondere dann akzeptabel, wenn sich die anderen Beteiligungen erfolgreich entwickeln. Umso erfreulicher ist es, dass die IBG in den vergangenen vier Jahren bei neu eingegangenen Beteiligungen trotz des stark steigenden Zusagevolumens bislang keinen einzigen Ausfall hinnehmen musste. Das spricht für das professionelle bmp-Management“, so Willingmann weiter.

Oliver Borrmann, Vorstandsvorsitzender der bmp, hebt vor diesem Hintergrund die Bedeutung eines technologieorientieren Investmentfokus hervor. „Bei der Identifikation potenzieller Investmentmöglichkeiten legen wir unser Augenmerk neben guter Planung sowie inspirierender Gründerpersönlichkeiten vor allem auf den technologischen Schwerpunkt der Unternehmen. Innovative Produkte und Dienstleistungen mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen, helfen nicht nur den Unternehmen, sondern auch dem Land Sachsen-Anhalt, nachhaltig zu wachsen.“

Das Portfolio der IBG-Fonds umfasst derzeit 49 Beteiligungen in Sachsen-Anhalt aus sämtlichen Technologiefeldern, davon werden 24 Beteiligungen an Unternehmen mit rund 460 Arbeitsplätzen aus dem Anfang 2017 gestarteten Risikokapitalfonds RKF III finanziert. Für Sachsen-Anhalt ist das Förderinstrument Risikokapital insgesamt ein Erfolg: Seit Start des ersten Risikokapitalfonds RKF I in der EU-Strukturfondsperiode 2000-2006 konnten für Firmenbeteiligungen mit rund 21 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt rund 182 Millionen EU-Mittel (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung EFRE) gebunden und rund 174 Millionen Euro an Rückflüssen generiert werden. Diese Rückflüsse aus Beteiligungen der IBG werden entsprechend ihres Verwendungszwecks revolvierend zur Finanzierung von weiteren Beteiligungen eingesetzt.




Impressum:

Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg

Tel.: +49 391 567-4316
Fax: +49 391 567-4443
E-Mail: presse@mw.sachsen-anhalt.de
Web: www.mw.sachsen-anhalt.de
Twitter: www.twitter.com/mwsachsenanhalt
Instragram: www.instagram.com/mw_sachsenanhalt