Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung - Pressemitteilung Nr.: 094/2019

Magdeburg, den 6. November 2019

Alle Haushalte in Nienburg (Saale) haben Zugang zu schnellem Internet
Erstes gefördertes Breitbandnetz im Salzlandkreis in Betrieb / Willingmann: „Wichtiges Etappenziel“


Start für Highspeed-Internet in Nienburg (Saale) im Salzlandkreis: Nach einem Jahr Bauzeit haben Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann und Landrat Markus Bauer das von Bund, Land und EU geförderte Breitbandnetz in der Stadt und den Ortsteilen heute offiziell freigeben. Mehr als 3.000 private Haushalte und gut 250 Unternehmen können künftig Internetanschlüsse mit Downloadgeschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde nutzen. Die Einheitsgemeinde Nienburg ist der erste Ort im Salzlandkreis, der im Zuge des geförderten Breitbandausbaus komplett versorgt ist. Zum Vergleich: Vor dem Ausbau hatte nur jeder fünfte Haushalt Zugang zu schnellem Internet. 

Willingmann betonte: „Der Start des Breitbandnetzes in Nienburg ist ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg in die digitale Zukunft im Salzlandkreis. Alle Einwohner und Unternehmen der Stadt haben jetzt Zugang zu schnellem Internet – Bund, Land, Kreis und Telekom haben dafür an einem Strang gezogen. Mithilfe der öffentlichen Fördermittel und des Eigenausbaus der Netzbetreiber werden nach und nach weitere Regionen im Salzlandkreis und ganz Sachsen-Anhalt erschlossen. Dabei richten wir den Blick schon jetzt auf die nächste Stufe – den Gigabit-Ausbau, der möglichst bis 2025 im Land Realität werden soll.“ 

Der Breitbandausbau in Nienburg wurde durch die Deutsche Telekom AG realisiert; sie hatte sich in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. Der Ausbau erfolgte in den unterversorgten Bereichen der Kernstadt Nienburg, in den Ortsteilen Wispitz, Wedlitz, Jesar, Neugattersleben, Gerbitz, Grimschleben, Altenburg, Pobzig mit Gramsdorf und Borgesdorf sowie in den Gewerbegebieten in Nienburg und Neugattersleben. Insgesamt wurden rund 2,2 Millionen Euro investiert, davon kamen knapp 109.000 Euro aus EU-Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und vom Bund. 

Um derzeit noch unversorgte Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit schnellem Internet zu erschließen, werden im Salzlandkreis insgesamt rund 33 Millionen Euro investiert, davon kommen rund 9,75 Millionen Euro aus EU-Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt sowie rund 6 Millionen Euro vom Bund. Gefördert wird schnelles Internet überall dort, wo Netzbetreiber aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht eigenverantwortlich ausbauen. Davon sollen im Salzlandkreis rund 36.000 Haushalte und knapp 5.100 Unternehmen profitieren. 

Hintergrund:

Zur Ergänzung der Investitionen privater Netzbetreiber stehen in Sachsen-Anhalt bis 2020 rund 350 Millionen Euro zur Verfügung. Durch Kombination der Fördertöpfe von EU, Bund und Land beträgt der kommunale Eigenanteil höchstens 10 Prozent. Finanzschwache Kommunen können sogar 100 Prozent Förderung erhalten. Privathaushalte werden mit Download-Geschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde angeschlossen – Unternehmen in Gewerbegebieten erhalten symmetrische 100 Mbit pro Sekunde. Der jetzt umgesetzte, so genannte NGA-Ausbau ist ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft. 

Die Landesregierung hatte Mitte Mai 2019 die vom Wirtschaftsministerium erarbeitete Gigabit-Strategie des Landes beschlossen. Danach sollen allen Unternehmen und Haushalten bis 2025 ultraschnelle Glasfaseranschlüsse mit Downloadgeschwindigkeiten von mindestens einem Gigabit pro Sekunde zur Verfügung stehen – Voraussetzung dafür sind eine erhöhte Bundesförderung, die Beschleunigung der Förderverfahren sowie eine hohe Akzeptanz der Glasfaseranschlüsse in der Bevölkerung. 

Ende 2018 verfügten gut 68 Prozent der Privathaushalte in Sachsen-Anhalt über einen Internetanschluss mit Downloadgeschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde. 

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