Ministerium für Justiz und Gleichstellung - Pressemitteilung Nr.: 027/2019

Magdeburg, den 19. November 2019

„…im Frühling hat man keine Lust zu sterben!“ Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-1945)

Wittenberg (MJ). Am Freitag, dem 22. November 2019 um 19.00 Uhr findet im Großen Ratssaal des Alten Rathauses der Lutherstadt Wittenberg eine szenische Lesung mit der Figurenspielerin Julia Raab statt.

Es sind oft Bagatelldelikte, weshalb nationalsozialistische Gerichte sie verurteilten: Frauen, Mütter, Arbeiterinnen, aber auch Widerstandskämpferinnen gegen dieses System. Im szenischen Arrangement von Sandra Bringer lässt Figurenspielerin Julia Raab einige der 43 Frauen, die während der Nazi-Diktatur im Halleschen „Roten Ochsen“ durch das Fallbeil starben, zu Wort kommen. Durch Mittel des Objekt- und Figurentheaters werden juristische Dokumente und die in diesem Zusammenhang entstandenen Briefe der Frauen in einen ergreifenden Dialog gesetzt.

Die szenische Lesung entstand in Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale). Zu Beginn führt Michael Viebig, Leiter der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale), in die Thematik ein.

Die Wanderausstellung wird bis zum 6. Dezember 2019 im Alten Amtsgerichtsgefängnis, einem Gebäude hinter dem Amtsgericht in der Dessauer Str. 291 bleiben. Sie ist jeweils Dienstag 8:30 bis 17 Uhr und Donnerstag, 8:30 bis 15:30 Uhr zu besichtigen.

Wegen der Beschaffenheit des Ausstellungsgebäudes sind Besuche, insbesondere Führungen für Gruppen anzumelden unter 03491 43 61 37 oder ag-wb@justiz.sachsen-anhalt.de.

Nähere Informationen unter http://lsaurl.de/nsjustiz.





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