Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 004/2020

Halle (Saale), den 13. Januar 2020

30 Jahre Mauerfall – Der „Radweg Deutsche Einheit“-
Landesverwaltungsamt fördert 7 Radstätten


Seit 9. November 2019 kann auf 30 Jahre Mauerfall und im Jahr 2020 auf 30 Jahre Deutsche Einheit zurückgeblickt werden. Anlässlich des Jubiläumsjahres „25 Jahre Deutsche Einheit“ wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) das Projekt „Radweg Deutsche Einheit“ (RDE) initiiert.

Der RDE ist ein Symbol für die Wiedervereinigung und das Zusammenwachsen der deutschen Infrastruktur. Er führt auf einer Strecke von ca. 1.100 km von der ehemaligen Hauptstadt Bonn in die derzeitige Hauptstadt Berlin durch sieben Bundesländer.

Um die Strecke dafür für die Radfahrer attraktiv und auch informativ zu gestalten, wurden auf dem RDE bereits 16 im Design einheitliche Radstätten als Rastmöglichkeit für die Radfahrer errichtet.

Im Land Sachsen- Anhalt ist die Errichtung von insgesamt 7 Radstätten geplant: Stadt Thale, Stadt Quedlinburg, Stadt Blankenburg (Kloster Michaelstein), Stadt Falkenstein/ Harz, Stadt Bernburg, Stadt Dessau-Roßlau sowie Stadt Gräfenhainichen mit Standort Ferropolis.

„Nach aktuellem Stand hat das Landesverwaltungsamt die Errichtung der Radstätten „Stadt Falkenstein/ Harz“, „Stadt Bernburg“ und „Ferropolis“ bewilligt, welche bereits fertig gestellt und in Betrieb genommen wurden. Hierbei wurde eine Förderung in Höhe von rund 442.000,00 € bereitgestellt. Die Radstätte „Kloster Michaelstein“ wird als nächste im Jahr 2020 errichtet und in Höhe von 134.410,50 € gefördert.“, so der Präsident des Landesverwaltungsamtes Thomas Pleye im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag. 

Die Radstätte „Stadt Thale“ wurde beantragt, wobei zur Bewilligung weitere Unterlagen ausstehen. Für Dessau und Quedlinburg besteht noch Klärungsbedarf über die Standorte

Die Radstätten

Das Design der Radstätten ist hierbei einheitlich gestaltet; die Gemeinde am jeweiligen Standort kann jedoch aus unterschiedlichen Modulen wählen, welche sich auch nach der geplanten Aufenthaltsdauer der Radfahrer richten. So reicht bei kurzer Rast ein Modul zur Information und Orientierung. Das umfangreichste Modul für einen mehrstündigen Aufenthalt beinhaltet u.a. neben normalen Schließfächern, auch Schließfächer mit der Möglichkeit den Handyakku zu laden, Elektroladestationen für E-Bikes, Zugang zu WLAN und Trinkwasser. Sämtliche Module können zur Orientierung in analoger oder digitaler Form mittels Touch-PC (auch in Kombination mit einem Solarmodul) gestaltet werden.


Die Radstätten leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland. Während die Radler ihr Elektrofahrrad aufladen, können sie sich über die Region informieren, kleine und große Meilensteine der Wiedervereinigung entdecken oder ihre weitere Route planen. Geplant und finanziert werden sie durch das BMVI in Zusammenarbeit mit den beteiligten Ländern und Gemeinden. Betrieben und gepflegt werden die Radstätten durch die Partner vor Ort, in deren Eigentum sie übergehen.

Die erste in Sachsen-Anhalt errichtete Radstätte war Bernburg – die Fertigstellung war am 28.03.2018 und die feierliche Inbetriebnahme am 12.04.2018.


Der Radweg

In Sachsen- Anhalt von der westlichen Landesgrenze bei Wernigerode bis zur östlichen Landesgrenze bei der Lutherstadt Wittenberg und umfasst insgesamt 269,4 km. Der RDE nutzt das bestehende deutsche Radnetz und lässt die deutsch-deutsche Geschichte hautnah erleben – touristisch, historisch und in abwechslungsreicher Landschaft. Orte und Ereignisse, die im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung stehen, werden auf dieser Route be- und erfahrbar. Erfahren Sie mehr zum Thema auch unter www.radweg-deutsche-einheit.de.





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