Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 065/2020

Magdeburg, den 12. Februar 2020

Haseloff überreicht Fördermittelbescheid für neue Synagoge Dessau / „Das Judentum gehört zu Deutschland“

Das ist ein besonderer Tag. Von Dessau geht heute eine sehr wichtige Botschaft aus: Das Judentum gehört zu Deutschland. Wir haben lebendige Gemeinden in unserem Land. Sie wachsen und gedeihen. Jüdische Leben wird in der Stadt Dessau wieder sichtbar, und zwar dort, wo einst die alte Synagoge stand. Darüber bin ich sehr glücklich.“ Das sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff heute in Dessau-Roßlau. Dort überreichte er der Jüdischen Gemeinde einen Fördermittelbescheid in Höhe von 1.876.180 € für den Bau der neuen Synagoge.

 

In seinem Grußwort erinnerte Haseloff an die Bedeutung jüdischen Lebens in Anhalt. Er betonte aber auch: „Wir können nicht nahtlos an Vergangenes anknüpfen. Die Verbrechen des Nationalsozialismus sind präzedenzlos. Diese Geschichte verjährt nie. Sie kann auch nicht bewältigt werden. Was geschehen ist, ist unwiderruflich geschehen. Aber wir alle tragen Verantwortung für unsere Gegenwart und Zukunft.“

 

Deshalb seien Erinnerung und Gedenken unerlässlich. Sie erst ermöglichten eine gute Zukunft. Haseloff: „Nicht ob, sondern wie wir uns künftig erinnern, ist die zentrale Frage. Das Ausbleiben der Erinnerung wäre eine Katastrophe. Wir dürfen nicht blind in die Zukunft gehen. Zukunft gewinnt man auch durch den Rekurs auf die Vergangenheit. Sie zu gestalten, heißt zu wissen, worauf unsere Gegenwart aufbaut.“





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